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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

127 Millionen Euro mehr für nachhaltige Landwirtschaft

Datum 17.08.2021

Schleswig-Holstein will künftig die nachhaltige Landwirtschaft noch stärker fördern. Dafür stehen bis 2027 rund 127 Millionen Euro zusätzlich an EU-Mitteln bereit.

Umweltschutz und Wirtschaft miteinander vereinen – das ist das Ziel der Landesregierung bei der Agrarförderung für die kommenden Jahre. Dafür will das Land bis 2027 rund 127 Millionen Euro mehr investieren als in der vergangenen EU-Förderperiode. "Wir setzen Impulse für eine nachhaltige Landwirtschaft, die den ökonomischen und ökologischen Ansprüchen gerecht wird", erklärte Umweltminister Jan Philipp Albrecht im Anschluss an die Kabinettsitzung. Das zusätzliche Geld solle insbesondere in Ökolandbau, Vertragsnaturschutz und Beratung von Landwirten fließen.

Stärkung für den Ökolandbau

Laut den Plänen der EU-Kommission soll bis 2030 ein Viertel der gesamten landwirtschaftlichen Anbaufläche ausschließlich ökologisch bewirtschaftet werden, in Schleswig-Holstein sind es derzeit rund sieben Prozent. Von 2021 bis 2027 fließen im echten Norden insgesamt 143 Millionen Euro in den Ökolandbau, etwa um Betriebe bei der Umstellung zu unterstützen – das sind 46 Millionen Euro mehr als noch vor fünf Jahren. "Ökolandbau ist gut für die Natur und das Klima. Er muss sich aber auch für die landwirtschaftlichen Betriebe rechnen, damit diese tatsächlich umstellen. Deshalb setzen wir hier stärkere finanzielle Anreize", sagte Albrecht.

Beitrag zu mehr Artenvielfalt

Auch für den Vertragsnaturschutz sollen künftig zusätzliche 40 Millionen Euro bereitstehen. Mit Geld unterstützt der echte Norden Landwirte dabei, ressourcenschonender zu wirtschaften. "Mit dem Vertragsnaturschutz leistet die Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag für Naturschutz und Artenvielfalt", erklärte Albrecht. Im Dialogprozess zur Zukunft der Landwirtschaft hätten sich Vertreter von Land und Verbänden darauf verständigt, dieses Steuerinstrument weiter zu stärken. "Nie zuvor war der Vertragsnaturschutz so stark aufgestellt und finanziell unterlegt wie in den kommenden Jahren."

Mehr Geld für Tierwohl und Gewässerschutz

Wie Albrecht weiter mitteilte, sollen 16 Millionen Euro zusätzlich in Beratungsleistungen für eine nachhaltige Landwirtschaft und den Gewässerschutz fließen. Auch für Investitionen in eine besonders artgerechte Tierhaltung gibt es künftig mehr Geld: Rund 17 Millionen Euro stehen zusätzlich zur Verfügung, etwa um Ställe umzubauen. Weitere vier Millionen extra stellt das Land für innovative Konzepte für mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft bereit.

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