Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Erneut Geflügelpest in Hühnerhaltung

Datum 12.03.2021

In einem Stall mit 53.000 Legehennen im Kreis Plön wurde Geflügelpest bestätigt.

Die Geflügelpest trifft erneut eine Hühnerhaltung: Das Friedrich-Loeffler-Institut hat in einer großen Geflügelhaltung mit etwa 53.000 Legehennen im Kreis Plön einen weiteren Fall der Geflügelpest bestätigt. Alle Tiere müssen nun getötet werden, um ein Ausbreiten der Infektion zu vermeiden. So sieht es die Geflügelpest-Verordnung vor.

Zweiter Ausbruch innerhalb einer Woche

Nachdem bereits letzes Wochenende eine Hühnerhaltung mit 76.000 Tieren betroffen war, ist dies der zweite große Ausbruch innerhalb einer Woche. Das Veterinäramt ist aufgrund vermehrter Todesfälle im Bestand vom Hoftierarzt unterrichtet worden und hat umgehend amtliche Proben entnommen. Die Untersuchungen am Landeslabor sind noch am selben Tag eingeleitet worden; Proben wurden zur Bestätigung an das Friedrich-Loeffler-Institut versendet.

Restriktionszonen für Geflügelhaltungen in der Nähe

In dem betroffenen Betrieb wurden Vorkehrungen nach der Geflügelpest-Verordnung angeordnet. So wurden unter anderem Restriktionszonen eingerichtet: Rund um den Betrieb befindet sich ein Sperrbezirk im Umkreis von drei Kilometern. Im Umkreis von mindestens zehn Kilometern um den Ausbruchsbetrieb besteht ein Beobachtungsgebiet. In diesen Zonen gelten bestimmte rechtlich Regelungen für Geflügelhaltungen, zum Beispiel ein Transportverbot für lebende Tiere. Weitere Informationen werden vom Kreis Plön zur Verfügung gestellt und sind der Allgemeinverfügung des Kreises zu entnehmen.   

Wieder mehr Fälle im Land

Landesweit wurden darüber hinaus seit Anfang der Woche mehr als 40 weitere Proben von Wildvögeln aus den Kreisen Pinneberg, Segeberg, Ostholstein, Stormarn, Plön, Nordfriesland, Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Flensburg sowie der Hansestadt Lübeck im Landeslabor positiv vorgetestet. Eine Bestätigung der Befunde durch das FLI steht noch aus.

Insgesamt sind mittlerweile 133.000 Tiere dem Virus zum Opfer geworden.

Minister appelliert an Betriebe und zeigt sicht betroffen.

Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht: "Schon seit Monaten sind die Maßnahmen der Biosicherheit im Land sehr hoch, die Auflagen für all jene, die privat oder gewerblich Geflügel halten, sehr streng. Fälle wie diese zeigen, wie wichtig unser Handeln ist. Dass innerhalb nur weniger Tage erneut so viele Tiere getötet werden müssen, macht mich persönlich sehr betroffen. Ich fordere alle Tierhalterinnen und Tierhalter auf, äußerst wachsam zu sein – das ist enorm wichtig für den Schutz unserer Tiere.“

Porträt

Dass innerhalb nur weniger Tage erneut so viele Tiere getötet werden müssen, macht mich persönlich sehr betroffen.

Jan Philipp Albrecht

Tote Vögel dem Veterinäramt melden

Bürgerinnen und Bürger können beim Monitoring zur Geflügelpest mithelfen. Wer tote Vögel entdeckt, sollte sie nicht anfassen, sondern dem zuständigen Veterinäramt melden. Bei Verdacht auf Geflügelpest sollten Geflügelhalterinnen und -halter unverzüglich das zuständige Veterinäramt informieren. Zuletzt grassierte die Geflügelpest im Winter 2016/2017 in Schleswig-Holstein: Die seinerzeit nachgewiesenen Geflügelpestviren der Subtypen H5N8, H5N5 und der im Jahr 2018 festgestellte Subtyp H5N6 stellen vor allem eine Gefahr für Vögel dar. Es wurden keine Infektionen von Menschen beobachtet.

Weitere Informationen

Geflügelpest in Schleswig-Holstein

Häufig gestelle Fragen und Antworten zur Geflügelpest

Die Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts

Teilen: