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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Kabinett beschließt Entwurf für neuen Generalplan Küstenschutz

Datum 08.12.2020

Ein überarbeiteter Generalplan Küstenschutz soll dafür sorgen, dass die Küsten dem Klimawandel standhalten.

Das Kabinett der Landesregierung hat heute einen Entwurf für den neuen Generalplan Küstenschutz zugestimmt, der ab 2022 gelten wird. Ab 2022 wird der Generalplan dafür sorgen, dass Schleswig-Holsteins Küsten dem Klimawandel in diesem Jahrhundert erfolgreich standhalten.

Aktuelle Erkenntnisse beim Klimawandel werden einbezogen

„Als Land zwischen den Meeren stehen wir in Zeiten des verschärften Klimawandels vor besonderen Herausforderungen. Mit dem neuen Generalplan Küstenschutz wollen wir die Grundlage dafür legen, dass die Menschen auch in den nächsten Jahrzehnten in Sicherheit leben können. Wir übernehmen die Verantwortung für die Sicherheit künftiger Generationen“, sagte Albrecht. Grund für die Überarbeitung seien aktuelle Entwicklungen und Erkenntnisse, insbesondere auch zum Klimawandel und seinen möglichen Konsequenzen, sowie neue rechtliche Rahmenbedingungen.

74 Kilometer Landesschutzdeiche werden verstärkt

Zentrale Bedeutung im neuen Generalplan hat die Fortführung des Deichverstärkungsprogrammes. Insgesamt sind 74 Kilometer Landesschutzdeiche so zu verstärken, dass sie künftig als Klimadeiche den Herausforderungen gerecht werden. Deiche, die nach diesem Konzept verstärkt werden, erhalten bis in das nächste Jahrhundert den definierten Sicherheitsstandard, auch wenn sich die ungünstigste IPCC-Projektion (Intergovernmental Panel on Climate Change - "Weltklimarat") zum künftigen Meeresspiegelanstieg einstellt. Auch danach erlauben Baureserven eine relativ einfache Anpassung der Deiche an einen weiter steigenden Meereswasserspiegel. Die Kosten für die Deichverstärkungen auf 74 Kilometern Länge belaufen sich auf voraussichtlich 370 Millionen Euro.

Strategischer Schwerpunkt auf die Entwicklung der Ostseküste 2100

Ein strategischer Schwerpunkt des Küstenschutzes in den kommenden Jahren liegt daneben in der Erstellung der Gesamtstrategie "Entwicklung Ostseeküste 2100". Ziel dieser gemeinsam vom Küstenschutz, Naturschutz und Tourismus zu entwickelnden Strategie ist eine Ostseeküste, die nachhaltig und langfristig an die Folgen des Klimawandels angepasst ist. Dies soll zum einen durch geeignete ökosystembasierte Schutzmaßnahmen und zum anderen durch klimaangepasste bzw. -resiliente Nutzungsformen gelingen. Wesentlicher Bestandteil im Bereich des Küstenschutzes ist die Verbesserung der fachlichen Grundlagen durch ein umfassendes Naturmessprogramm und eine Forschungskooperation mit zwei fachlich ausgewiesenen Universitäten.

Weitere Informationen

Küstenschutz in Schleswig-Holstein

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