Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Digitale Zukunft

Datum 09.09.2020

Mehr Teilhabe und besseres Lernen durch innovative Konzepte: Zum dritten Mal ist der Digitalisierungspreis des Landes verliehen worden.

Farben für Menschen mit Sehbehinderung fühlbar machen: Das Projekt "taktiler Farbkompass" der Taktilesdesign GmbH konnte sich in der Kategorie "Digitalisierung im sozialen Bereich" durchsetzen. Den ersten Preis für "Digitales Lernen" gewannen die Lübecker Bücherpiraten für ein bilinguales Märchen.

Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht hat bei der Digitalen Woche Kiel die Preise überreicht. "Dieses Jahr lenken wir mit den Preisen den Blick auf gesellschaftliche Teilhabe durch Digitalisierung. Wir schaffen Sichtbarkeit und würdigen das Engagement von innovativen Projekten aus Schleswig-Holstein", sagte Albrecht.

Insgesamt wurden fünf Projekte ausgezeichnet. Die beiden Erstplatzierten erhielten jeweils 20.000 Euro. Für den zweiten Platz gab es 10.000 Euro und für die beiden Sonderpreise je 5.000 Euro. Mit dem Digitalisierungspreis zeichnet die Landesregierung Menschen aus, die mit ihren Projekten den digitalen Wandel im echten Norden vorantreiben.

Fühlen, was andere sehen

Gemeinsam mit dem "Landesförderzentrum Sehen" in Schleswig entwickelten die Mitarbeiter:innen der Firma Taktilesdesign den "Taktilen Kompass". Dieser ordnet einer Farbe eine bestimmte Oberflächenstruktur zu, sodass man diese Farbe erfühlen kann. Dadurch können Menschen mit Sehbehinderung zum Beispiel entsprechend präparierte Bilder erfahren und somit die Farben erkennen.

Der "Taktile Kompass"

Durch Lesen Sprachen lernen

Kindern das Lesen von zweisprachigen Büchern ermöglichen – dieses Ziel haben die Lübecker Bücherpiraten erfolgreich umgesetzt. Ihr Märchen "Der flammende Fuchs" steht in mehr als 20 verschiedenen Sprachen und Formaten zum Herunterladen zur Verfügung. So haben die Kinder nicht nur die Möglichkeit ein Buch in ihrer Muttersprache zu lesen, sondern gleichzeitig auch noch eine andere zu lernen.

"Der flammende Fuchs" der Lübecker Bücherpiraten

Die Plattform bilingual-picturebooks

Die anderen Projekte

  1. "Digitales Lernen"
  2. "Sonderpreise"

"Digitales Lernen"

Digitales Lernen

Kategorie: Digitales Lernen

2. Platz: Hecht + Marciniak GbR Kiel

Die Hecht + Marciniak GbR hat die Lernsoftware "SIGGI - Learn Smart" entwickelt. Sie richtet sich an Urheberinnen und Urheber von Lerninhalten. Da die Entwicklung guter Lernsoftware aufwendig und teuer ist, lohnen sich intelligente Lernapps nur in großen Marktsegmenten. Mit dem Baukastensystem SIGGI wird die Möglichkeit geboten, Lernapps nach dem Software-as-a-Service-Modell einfach, individualisiert und zu einem Bruchteil der Kosten einer Individualentwicklung zu erstellen. Das Angebot ist sprachen- und bereichsunabhängig und somit skalierbar.

"Sonderpreise"

Sonderpreise

Sonderpreise

Stiftung Neue Musik-Impulse Schleswig-Holstein gUG, Eutin

Das ausgezeichnete Projekt Digital Soundscapes verfolgt das Ziel, junge Menschen für das Crossover von klassischer und elektronischer Musik zu begeistern. Es wird von den Jugendlichen mittels der Musiksoftware Ableton und unter Einbezug von Naturklängen Musik produziert und die Kompositionen am Ende aufgeführt.

 

The Bay Areas e.V., Kiel

Im Zuge des ausgezeichneten Projekts Digital Challenge lassen Unternehmen ihr traditionelles Geschäftsmodell von Student:innen vor dem Hintergrund der Digitalisierung auf den Prüfstand stellen. Aufgabe der Teilnehmer:innen ist es, ein Konzept oder eine detaillierte Beschreibung für ein innovatives Geschäftsmodell zu entwickeln, das das bisherige Geschäftsmodell des Umsetzungsunternehmens substituieren könnte. Die Arbeitsergebnisse werden durch ein Board aus Expert:innen überprüft.

Alle Gewinner:innen 2020

Der Digitalisierungspreis

Insgesamt wurden in diesem Jahr 60.000 Euro Preisgeld vergeben. Bei 31 Bewerbungen sei der Jury die Entscheidung nicht leichtgefallen, sagte Albrecht bei der Auszeichnung.

Im Jahr 2018 wurde der Preis ins Leben gerufen. An der Vergabe sind Vertreter:innen der Landesregierung sowie der Industrie- und Handelskammer, des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz und der Kommunalen Landesverbände beteiligt.

Teilen: