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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Ruff / grafikfoto.de

Ernte bislang gut ausgefallen

Datum 24.08.2020

Nach schwierigen Jahren verzeichnen Landwirtinnen und Landwirte in Schleswig-Holstein gute Erträge bei Gerste, Weizen und Raps.

Schwierige Jahre liegen hinter den Landwirtinnen und Landwirten in Schleswig-Holstein. Umso erfreulicher ist es, dass das Erntejahr 2020 gut ausgefallen ist. Diese Bilanz haben Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht, Ute Volquardsen, Präsidentin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, und Werner Schwarz, Präsident des Landesbauernverbandes, nun gemeinsam bei der Erntepressekonferenz gezogen. Sie sind sich einig: Nach viel zu trockenen und kühlen Monaten herrschen seit Mitte Juli beste Erntebedingungen – auch die Erträge sind gut.

Gute Erträge bei Gerste, Weizen und Raps

Weil in Schleswig-Holstein im Vergleich zu anderen Bundesländern immer noch rechtzeitig Niederschlag gefallen ist und der Wasservorrat der Böden aus dem Winter ausgereicht hat, konnten die Landwirtinnen und Landwirte gute Erträge erzielen: sowohl bei Gerste, als auch bei Weizen und Raps.

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Landwirtinnen und Landwirte werden sich weiterhin mit dem Thema Klimawandel und mit dem Auftreten von Wetterextremereignissen auseinandersetzen müssen.

Jan Philipp Albrecht

Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht gab der Ernte 2020 die Schulnote „2“. "Nach zwei schwierigen Jahren gibt es endlich wieder eine gute Ernte", sagte er. Trotz nicht ganz einfacher Bestellbedingungen im Herbst 2019 seien eine durchschnittliche Getreide- und eine gute Rapsernte erzielt worden. Die Preise für Getreide liegen leicht über dem Vorjahresniveau, die Rapspreise ziemlich genau auf dem Niveau des Vorjahreszeitpunktes. „Das alles sind gute Nachrichten für die Branche", so der Landwirtschaftsminister. "Dennoch bleiben die verschiedenen Wetterextreme eine große Herausforderung für die hiesige Landwirtschaft. Landwirtinnen und Landwirte werden sich weiterhin mit dem Thema Klimawandel und mit dem Auftreten von Wetterextremereignissen auseinandersetzen müssen."

Rapsernte positiv entwickelt

Auf einer Fläche von 279.600 Hektar ist in Schleswig-Holstein Getreide angebaut worden – so meldet es das Statistikamt Nord. Es wird eine Erntemenge von rund 2,3 Millionen Tonnen Getreide (ohne Körnermais) erwartet – das sind acht Prozent weniger als im Vorjahr. Deutlich über dem Vorjahresniveau liegen hingegen die Erträge des Winterweizens. Seine Anbaufläche ist mit 137.200 Hektar wegen der schlechten Saatbedingungen im Herbst 2019 um fast 20 Prozent geringer als im Vorjahr. Dennoch ist Winterweizen nach wie vor die wichtigste Marktfrucht im Ackerbau im Norden. Die Erntemenge fällt mit rund 1,2 Mio. Tonnen rund 18 Prozent niedriger aus als 2019. Positiv entwickelt hat sich hingegen die Rapsernte. Mehr als doppelt so viel Hafer wie im Vorjahr wird in Schleswig-Holstein angebaut: Die Hafererntemenge liegt schätzungsweise bei 100.800 Tonnen, das sind 125 Prozent mehr als 2019. Die Nachfrage nach Schälhafer und Hafermilch beflügelt den Markt.

Kartoffeln sind gut gewachsen

Weil wegen der Corona-Pandemie weniger Pommes frites verkauft worden sind, wirkt sich dies zwar negativ auf die Preise am Speisekartoffelmarkt aus. Doch aufgrund der warmen Temperaturen sind die Kartoffeln gut gewachsen, bislang wird von guten Erträgen berichtet. Die Kartoffelanbaufläche in Schleswig-Holstein liegt in diesem Jahr bei rund 6100 Hektar: Davon sind rund 3300 Hektar Speisekartoffeln und 2700 Hektar Pflanzkartoffeln, Kartoffeln werden in Schleswig-Holstein überwiegend direkt vermarktet ab Hof über Wochenmärkte, aber auch über den Lebensmitteleinzelhandel.

Mehr als dreimal so viel Sommergerste wie 2019

Auf 15.700 Hektar haben die Landwirtinnen und Landwirte in Schleswig-Holstein Sommergerste angebaut – das ist mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr und auf den nassen Herbst zurückzuführen. Sommerweizen hatte eine Anbaufläche von 9800 Hektar, deutlich mehr als im Vorjahr, da die Bestellbedingungen für leistungsstärkeren Winterweizen schlecht waren im Herbst. Zudem wird eine gute Maisernte erwartet.

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