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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Ruff / grafikfoto.de

Aktion gegen Katzenelend

Datum 11.02.2020

Das Land unterstützt die Kastration freilebender Katzen mit 90.000 Euro - eine Aktion für den Tierschutz.

Katzen und Hunde sind die beliebtesten Haustiere der Deutschen. Doch anders als Hunde leben zahlreiche Katzen mittlerweile in freier Wildbahn. Ihre Zahl steigt seit Jahren.

Viele dieser freilebenden Katzen sind krank, von Parasiten befallen und haben Anzeichen einer Mangelernährung. Während Hauskatzen häufig mehr als 20 Jahre alt werden, liegt die Lebenserwartung wilder Katzen bei nur vier bis fünf Jahren. Dennoch bekommen die weiblichen Tiere oft mehre Dutzend Junge – pro Jahr. Die Situation verschärft sich also mit jedem Wurf.

Gemeinsame Aktion

Um diesem Elend entgegen zu wirken, fördert das Land zum wiederholten Male die Aktion zur Kastration freilebender Katzen mit 90.000 Euro. Weitere 10.000 Euro stellt der Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes zur Verfügung. Für die Aktion stehen somit insgesamt 100.000 Euro bereit. Das Gemeinschaftsprojekt von Tierschutzverbänden, Tierärzten, dem Landesjagdverband und vielen Kommunen engagiert sich seit 2014 für die Reduzierung der wilden Katzenpopulation.

Vereine und Privatpersonen können so vom 15. Februar bis zum 13. März wildlebende Katzen kostenfrei kastrieren lassen. Voraussetzung ist, dass die Katze in einer der teilnehmenden Gemeinden gefangen wurde. Außerdem muss der Finder bestätigen, dass es sich um eine wildlebende Katze handelt und sie nach der Behandlung wieder am Fundort aussetzen. Die Tierärzte verzichten auf ihr Honorar, die Kosten der Behandlung werden aus dem Fonds und von der betreffenden Gemeinde übernommen. Privatpersonen können die Aktion mit Spenden unterstützen. Sofern die Mittel vor dem 13. März erschöpft sind, wird die Aktion vorzeitig beendet.

Hintergrund

In Schleswig-Holstein gibt es schätzungsweise 75.000 freilebende Katzen. Von Herbst 2014 bis Herbst 2019 wurden in sieben Aktionen bereits rund 17.000 Katzen kastriert, darunter gut 60 Prozent weibliche Tiere. Allerdings hat die Erfahrung gezeigt, dass auch freilaufende Hauskatzen zur Population der wildlebenden Tiere beitragen. Deswegen sind auch private Tierhalter dazu aufgerufen, ihre Katzen in eigener Verantwortung zur Kastration zu bringen. Die Zeiträume Mitte Oktober bis Mitte November und Mitte Februar bis Mitte März sind dafür aus biologischer Sicht besonders geeignet.

Weitere Informationen

Tierschutz – Katzen

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