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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Ruff / grafikfoto.de

"Wir müssen jetzt gemeinsam handeln"

Datum 08.11.2019

In Berlin haben Forscher den "World Ocean Review" vorgestellt. Umweltminister Albrecht eröffnete die Veranstaltung in der Landesvertretung.

Ein Mann steht auf dem Podium vor einem Rednerpult. In Berlin eröffnete Umweltminister Jan Philipp Albrecht die Vorstellung des "World Ocean Review" in der Landesvertretung Schleswig-Holsteins. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)In Berlin eröffnete Umweltminister Jan Philipp Albrecht die Vorstellung des "World Ocean Review" in der Landesvertretung Schleswig-Holsteins. © Umweltministerium

Welche Bedeutung die Polarregionen für das Klimasystem der Erde haben, darum geht es im "World Ocean Review". 300 Seiten stark ist der Bericht über den Zustand der Meere, an dem auch Forscher des Netzwerks "Future Ocean" aus Kiel mitgearbeitet haben. In der schleswig-holsteinischen Landesvertretung in Berlin stellten die Wissenschaftler nun im Beisein von Umweltminister Jan Philipp Albrecht ihre Ergebnisse vor.

Wichtiger Beitrag zur Klimaschutzdebatte

"Der Word Ocean Review trifft den Nerv der Zeit und leistet einen wesentlichen Beitrag zur gesellschaftspolitischen Debatte im Meeres- und Küstenschutz", sagte Albrecht in seiner Eröffnungsrede. Anders als der ebenfalls kürzlich vorgestellte Bericht des Weltklimarats IPCC, dessen Zielgruppen vor allem Wissenschaftler und Politiker sind, richtet sich der World Ocean Review an ein breites gesellschaftliches Publikum.

Umfassender Blick auf die Polarregionen

Seit 2010 beschäftigt sich der Bericht in unregelmäßigen Abständen jeweils mit einem anderem Thema – von Rohstoffen aus dem Meer über die Fischerei der Zukunft bis hin zur Entwicklung der Küstenregionen. Der nun veröffentlichte sechste World Ocean Review verschafft den Lesern einen Überblick über die Flora und Fauna der Polarregionen und ihre Rolle für das globale Klima. So bilden Nord- und Südpol einen Gegensatz zur warmen Tropenregion rund um den Äquator. Dadurch halten sie den weltweiten Kreislauf von Luft- und Wassermassen am Laufen und sind auf diese Weise mitverantwordlich für das Wetter rund um den Erdball.

Brennpunkt des Klimawandels

Gleichzeitig hat sich die Region in den vergangenen Jahrzehnten zum "Hotspot" des Klimawandels entwickelt. In dem nun veröffentlichten Bericht heißt es, die Region erwärme sich mehr als doppelt so schnell wie die restliche Welt. Auslöser dafür seien komplexe Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Land, Meer und schwindendem Eis. Die Folgen seien dramatisch: So schmelze am Südpol inzwischen jährlich dreimal mehr Eis als noch 2012. Durch die schmelzenden Pole steige der Meeresspiegel jährlich um 3,34 Millimeter – das sei mehr als doppelt so viel wie noch 1990. Für zahlreiche Küstenregionen in aller Welt sei das eine reale Bedrohung.

Aufruf zur Veränderung

Vor hunderten Gästen aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft betonte Albrecht die Wichtigkeit der Polarregionen als "Sinnbilder, Leidtragende und Verstärker der Klimakrise". Der Minister zeigte sich beeindruckt von der wachsenden Klimaschutzbewegung: "Auch wenn in einigen Teilen der Klimakrise der ‚Point of no return‘ schon überschritten ist, spüre ich große Unterstützung und Ernsthaftigkeit vieler. gerade junger Menschen, die Veränderung einfordern und bereit sind, diese auf den Weg zu bringen. Wir müssen jetzt gemeinsam handeln."

Weitere Informationen

Der Bericht ist kostenlos online erhältlich: WorldOceanReview