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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Staatskanzlei

EU senkt Fangquoten

Datum 15.10.2019

Schleswig-Holsteins Fischer dürfen ab 2020 deutlich weniger Heringe und Dorsche fangen als bisher. Umweltminister Albrecht fordert nun rasche Lösungen.

60 Prozent weniger Dorsch, 65 Prozent weniger Hering aus der westlichen Ostsee – die neuen Fangquoten des Rats der EU-Fischereiminister stellen viele Fischereibetriebe in Schleswig-Holstein vor Herausforderungen. Umweltminister Jan Philipp Albrecht betonte, der Rückgang der Fischbestände in der Ostsee sei besorgniserregend: "Daher halte ich es für unvermeidlich, dass die Fangquoten deutlich sinken müssen, damit wir die Fischbestände der Ostsee nachhaltig bewirtschaften können."

Zukunft der Fischer im Blick

Dabei dürfte die Zukunft der Kutter- und Küstenfischerei jedoch nicht außer Acht gelassen werden, sagte der Minister: "Wir brauchen schnellstmöglich ein Konzept, das einerseits den Aufbau der Bestände forciert und andererseits den Ostseefischern langfristige Perspektiven bietet." Daher begrüße er es, dass die Ostsee-Staaten sich darauf geeinigt hätten, einen Aktionsplan aufzustellen, der die Ursachen für die geringen Dorschbestände ergründen soll.

Unterstützung für Berufsfischer

Schon jetzt unterstützt die Landesregierung hauptberufliche Fischer, die ihre Netze für einige Zeit an den Nagel hängen: 2019 gingen insgesamt 456.000 Euro an 39 Fischer im Land, die ihren Betrieb zeitweise stillgelegt hatten. Darüber hinaus hatte Ministerpräsident Daniel Günther an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner appelliert, die Berufs- und Angelfischerei zu stärken.

Einschränkungen auch für Freizeitangler

Neue Regeln gelten ab 2020 auch für Angler. Sie dürfen in Zukunft nur noch fünf statt bislang sieben Dorsche pro Tag fangen – im Februar und März sind es nur noch zwei. Dies wird voraussichtlich auch Auswirkungen auf den Angeltourismus haben: Gerade in der Nebensaison lockt die Ostsee viele Angler in den echten Norden. Für die Anbieter von Angelausflügen gibt es bislang keine finanzielle Unterstützung.

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