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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Ruff / grafikfoto.de

Klimawandel bedroht Wattenmeer

Datum 31.05.2019

Umweltminister Jan Philipp Albrecht hat mit Experten bei einer Wattwanderung über die Folgen des Klimawandels gesprochen.

Von Esbjerg in Dänemark bis nach Den Helder in den Niederlanden – über mehr als 11.500 Quadratkilometer erstreckt sich das Wattenmeer der südlichen Nordsee. Es bildet damit das größte zusammenhängende Sand-Schlickwattsystem der Welt und bietet unzähligen Tieren und Pflanzen Lebensraum. Rund 10.000 Arten sind hier heimisch, von einzelligen Organismen bis hin zu höher entwickelten Pflanzen und Tieren. Seit 2009 gehören die deutschen und niederländischen Teile des Wattenmeeres zum UNESCO-Weltnaturerbe. 2014 wurde das Gebiet um das dänische Wattenmeer erweitert.

Herausforderung für das Wattenmeer

Der Klimawandel stellt für den Erhalt des Wattenmeeres mit seinen vielen unberührten Naturschutzgebieten eine bedeutende Gefahr dar. Umweltminister Jan Philipp Albrecht hat sich nun auf einer Wattwanderung nach Langeneß mit Experten über die Folgen des Klimawandels auf das Wattenmeer ausgetauscht. "Zehn Jahre Weltnaturerbe Wattenmeer sind ein Grund zur Freude und Mahnung zugleich: Der Klimawandel bedroht das Wattenmeer", erklärte Albrecht im Anschluss. Dass der steigende Meeresspiegel diese Schönheit und Weite zerstören könne, zeige einmal mehr, wie dringend echter Klimaschutz sei.

Porträt

Zehn Jahre Weltnaturerbe Wattenmeer sind ein Grund zur Freude und Mahnung zugleich: Der Klimawandel bedroht das Wattenmeer.

Jan Philipp Albrecht

Naturschutz zeigt Wirkung

Das Wattenmeer ist insgesamt in einem guten Zustand. So messen Wissenschaftler seit mehren Jahren immer weniger Schadstoffe im Wasser und im Boden. Anwohner, Muschelfischer und Schafhalter haben sich zudem darauf geeinigt, die Salzwiesen weniger zu nutzen. Dadurch entwickeln sich viele Wiesen wieder in ihren natürlichen Zustand zurück, unzählige Vogelarten finden dort neuen Lebensraum.

Klimawandel erwärmt das Wasser

Einige Entwicklungen geben allerdings Anlass zur Sorge. So erwärmt der Klimawandel das Wasser der Nordsee immer weiter. Seit 1962 stieg die mittlere Temperatur bei Helgoland um 1,7 Grad. Fische wie die Dorade, die Sardelle und der Wolfsbarsch wanderten ins Wattenmeer ein, kälteliebende Arten wie der Kabeljau und der Anglerfisch verlassen es allmählich. Auch die Bestände der häufigsten Brut- und Rastvogelarten im Wattenmeer nehmen ab. So brüten dort nur noch halb so viele Austernfischer wie noch vor 20 Jahren.

Wattenmeer als Lebensraum erhalten

Forscher erwarten, dass ein beschleunigter Meeresspiegelanstieg in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts dazu führen könnte, dass die Wattflächen dauerhaft unter Wasser stehen würden. Dadurch würde dieser besondere Lebensraum verloren gehen. Umweltminister Albrecht betonte: "Wir sind verpflichtet, das Wattenmeer für Natur und Mensch zu erhalten und diesen weltweit einzigartigen Naturraum zu schützen." Es sei die wichtigste Aufgabe unserer Generation, den Klimawandel so gut wie möglich zu begrenzen und das Wattenmeer mit seinen Funktionen für die Natur und den Küstenschutz langfristig zu erhalten.

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