Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Ruff / grafikfoto.de

BHV1-Virus nachgewiesen

Datum 03.05.2019

In einer zweiten Rinderhaltung in Dithmarschen ist das Bovine Herpesvirus 1 gefunden worden. Die Tiere müssen nun getötet werden.

Nachdem die Tierseuche im April in einem Rindermastbetrieb in Dithmarschen gefunden wurde, gibt es nun einen erneuten Nachweis. Bei den nachfolgenden Blutuntersuchungen in umliegenden Ställen fanden Mitarbeiter des Landeslabors den Erreger in einer Haltung mit 120 Tieren. Sie tragen das Virus in sich und können andere Rinder anstecken – ohne jedoch selbst erkrankt zu sein. Der Betrieb wurde gesperrt, die Rinder werden schnellstmöglich geschlachtet. Ihr Fleisch kann laut Verbraucherschutzministerium bedenkenlos verzehrt werden, denn das Virus ist nicht auf den Menschen übertragbar und daher ungefährlich.

Betroffener Betrieb gesperrt

Das Bovine Herpesvirus Typ 1 überträgt sich durch den direkten Kontakt zwischen Tieren, aber auch zu Personen oder Fahrzeugen. Es kann bei Rindern unter anderem zu Lungenerkrankungen, Fieber und Fehlgeburten führen. Derzeit untersucht das Landeslabor Proben aus Kontakt- und Umgebungsbetrieben. Die Ergebnisse stehen noch aus.

Freiheitsstatus nicht gefährdet

Der Bovine Herpesvirus Typ 1 zählt zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen in Deutschland und wird seit 1997 staatlich bekämpft. Seit Juni 2017 gilt Deutschland als offiziell BHV1-frei. Vereinzelte Nachweise gefährden diesen Status nicht. Auch in anderen Bundesländern sind bislang vereinzelt Fälle aufgetreten, in Schleswig-Holstein liegen die letzten Nachweise mehr als ein Jahr zurück.

Rinderbestände schützen

Trotz aller Vorsicht können zukünftig weitere Tiere von dieser Rinderseuche betroffen sein. So können durch den Handel infizierte Rinder unter anderem aus nicht BHV1-freien EU-Mitgliedsstaaten trotz hoher Auflagen nach Deutschland gelangen. Die Rinderhalter sind weiterhin angehalten, strenge Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten. Dazu gehört, zugekaufte Rinder zunächst separat zu halten und auf Rinderseuchen zu untersuchen, bevor sie in die Herde integriert werden.