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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Staatskanzlei

Abschussgenehmigung verlängert

Datum 27.02.2019

Da sich bisher keine Gelegenheit für den Abschuss vom Wolf GW924m ergab, wird das Landesamt die Ausnahmegenehmigung um weitere vier Wochen verlängern.

Wölfe sind in der Regel sehr scheue Tiere und suchen frühzeitig das Weite, sobald sie einen Menschen bemerken. Dazu können sie in einer Nacht auch gerne mal 50 Kilometer und mehr in ihrem Revier zurücklegen. Dies macht es so schwierig, einen einzelnen Wolf zu finden. Die für den Abschuss des Wolfes GW924m beauftragten Experten haben bisher mit Fotofallen und anderen Gerätschaften die Spur des Wolfes verfolgt – eine Möglichkeit des Abschusses ergab sich daraus allerdings noch nicht.

Besondere Herausforderung

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) wird daher in enger Abstimmung mit dem Umweltministerium die am 28. Februar auslaufende Entnahmegenehmigung für den Wolf GW924m um weitere vier Wochen erneuern. "Sollte es bis Donnerstagabend nicht gelingen, den Problemwolf zu entnehmen, werden wir die Bemühungen zum Abschuss weiter verstärken", sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht. Auch für geübte Jäger sei eine Wolfsjagd alles andere als alltäglich.

Wolfspräventionsgebiete erweitert

Bereits vor zwei Wochen hatte das Umweltministerium zudem die Kreise Dithmarschen, Pinneberg, Steinburg und Segeberg zu sogenannten Wolfspräventionsgebieten erklärt, um Nutztiere künftig besser vor dem Wolf schützen zu können. "Das dauerhafte Leben mit Wölfen stellt die Halterinnen und Halter in Schleswig-Holstein vor eine neue Herausforderung", betonte Albrecht. Das Land unterstütze daher die Nutztierhalter in den besonders betroffenen Kreisen finanziell und informiere über mögliche Schutzvorkehrungen.

Unterstützung für Nutztierhalter

In den Wolfspräventionsgebieten gelten besondere Voraussetzungen für Ausgleichszahlungen bei Wolfsrissen und zur Förderung des Herdenschutzes. So übernehme das Land etwa die Kosten für spezielle Schutzzäune oder Herdenschutzhunde vollständig, sagte Albrecht. "Ausgleichszahlungen können künftig allerdings nur noch dann gezahlt werden, wenn die betroffenen Halterinnen und Halter für ihre Nutztiere einen ausreichenden Schutz nachweisen können", erklärte der Umweltminister.

Ausnahmen für Deichgebiete

Von den Regelungen ausgenommen bleiben in diesen Kreisen die Deiche sowie deren Vorlandbereiche. Hier wird auch weiterhin für jedes vom Wolf gerissene Schaf die vorgesehene Ausgleichszahlung geleistet werden. Gemeinsam mit Niedersachsen, dem Bund und der Europäischen Kommission arbeite das Land an Lösungen, um zukünftig auch in diesen Gebieten Nutztiere besser schützen zu können.

Die Schafshalter in den betroffenen Gebieten können ab sofort einen formlosen Antrag auf Präventionsförderung per Mail unter wolfspraevention@melund.landsh.de an das Umweltministerium stellen.

Weitere Informationen

Wolfsmanagement in Schleswig-Holstein

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Abschuss des Problemwolfes