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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Natur braucht Raum

Datum 25.01.2019

Das Land investiert eine Million Euro in die Errichtung von Schutzzonen entlang schleswig-holsteinischer Seen und Gewässer.

Seit 2013 engagieren sich das Umweltministerium und der Bauernverband Schleswig-Holstein in einer gemeinsamen "Allianz für den Gewässerschutz". Ihr Ziel ist es, die Nährstoffeinträge in die Gewässer zu senken – diese stammen zu großen Teilen aus intensiv gedüngten landwirtschaftlichen Nutzflächen.

Ein wichtiges Thema ist deswegen die Einführung von sogenannten "Gewässerrandstreifen". Sie sind Schutzzonen für die Natur, die dafür sorgen, dass weniger Pestizide und Düngemittel in das Wasser gelangen, und gleichzeitig einer Vielzahl an Tieren und Pflanzen Zuflucht bieten. Nun hat Umwelt- und Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht eine Vereinbarung unterzeichnet, die den Erwerb von Flächen im Uferbereich von Fließgewässern und Seen vereinfacht.

Pflanzen- und Tierwelt schützen

"Es werden dringend mehr dauerhafte Gewässerrandstreifen benötigt, um die Tier- und Pflanzenwelt an Fließgewässern und Seen zu verbessern und dem Gewässer selbst mehr Raum für Entwicklung zu geben", sagte Albrecht bei der Vertragsunterzeichnung in Kiel. Mit der neuen Vereinbarung stellt das Ministerium eine Million Euro zur Errichtung neuer Schutzstreifen zur Verfügung. Die Abwicklung erfolgt über den Landesverband der Wasser- und Bodenverbände Schleswig-Holstein (LWBV).

 "Diese Vereinbarung ist für Landeigentümer attraktiv", erklärte LWBV-Verbandsvorseher Hans-Heinrich Gloy. "Jetzt können auf unkomplizierte Weise Flächen über Entschädigung oder Kauf zu Gunsten der Wasser- und Bodenverbände für den Gewässerschutz zur Verfügung gestellt werden."

Ein schmaler Bach fließt zwischen einem Feld und einem Waldstück. Gewässerrandstreifen (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Gewässerrandstreifen bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Außerdem sorgen sie dafür, dass weniger Schadstoffe aus der Landwirtschaft in das Wasser gelangen. © MELUND

Mehr als 1.000 Kilometer Schutzzone

Seit Gründung der "Allianz für den Gewässerschutz" wurden an der Hälfte aller Fließgewässer und Seen in Schleswig-Holstein Schutzzonen angelegt – insgesamt 1.192 Kilometer. Im vergangenen Jahr wurden dafür Flächen im Wert von rund 789.000 Euro erworben. Neben der Einführung der Gewässerrandstreifen arbeitet die Allianz beispielsweise an neuen Förderprogrammen für wasserschonende Dünger. Außerdem will sie eine überregionale Nährstoffbörse für Gülle und Gärreste einrichten.