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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Staatskanzlei

Unterstützung für Seehundstation Friedrichskoog

Datum 08.02.2019

Das Land übernimmt gemeinsam mit dem Kreis Dithmarschen, der Schutzstation Wattenmeer und den Gründern die Trägerschaft für die Einrichtung.

Eine Frau und ein Mann knien vor zwei Seehunden und füttern sie. Minister Albrecht und Stationsleiterin Tanja Rosenberger bei der Fütterung der Tiere. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Minister Albrecht und Stationsleiterin Tanja Rosenberger bei der Fütterung der Tiere. © Umweltministerium

1985 gründeten die Gemeinde Friedrichskoog und der schleswig-holsteinische Landesjagdverband eine Seehundstation, um allein aufgefundenen Jungtieren ein neues Zuhause zu geben. Als neue Gesellschafter werden nun das Land Schleswig-Holstein, der Kreis Dithmarschen sowie die Schutzstation Wattenmeer gemeinsam mit den Gründern die Zukunft der Station gestalten. Umweltminister Jan Phillip Albrecht hat gemeinsam mit Dithmarschens Landrat Stefan Mohrdieck, Bürgermeister Bernd Thaden, Landesjagdverbandspräsident Wolfgang Heins und dem Geschäftsführer der Schutzstation Wattenmeer Harald Förster den neuen Gesellschaftsvertrag unterzeichnet. Die Seehundstation hat nun die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH.

Wichtiges Informationszentrum

"Mit der Förderung der Seehundstation stärken wir die Bildungsarbeit zu Umweltthemen und ganz besonders zu Themen des Nationalparks Wattenmeer", sagte der Minister in Friedrichskoog. Seehunde seien aus dem Nationalpark gar nicht wegzudenken. Darum sei die Seehundstation ein wichtiges Informationszentrum. "Aber nicht nur das, sie ist auch der zentrale Eckpfeiler des Seehundmanagements in Schleswig-Holstein", betonte Albrecht.

Was sind Heuler?

info Heuler werden bis zu fünf Wochen junge Seehunde genannt, die den Kontakt zu ihrer Mutter verloren haben. Der Name rührt von ihrem Suchlaut her: Sie heulen, um den Kontakt zu ihrer Mutter wiederherzustellen. Beim Auffinden eines Heulers am Strand sollte der direkte Kontakt zum Tier unbedingt vermieden werden. Stattdessen ist umgehend der zuständige Seehundjäger zu kontaktieren.

Weitere Informationen

6,5 Millionen Euro vom Land

Die Seehundstation wurde vor 33 Jahren als eingetragener Verein gegründet und finanzierte sich ausschließlich über Spenden- und Eintrittsgelder. Seitdem ist die Einrichtung stetig gewachsen und zieht inzwischen jedes Jahr bis zu 160.000 Besucher an. "Sie ist ein touristisches Aushängeschild für Friedrichskoog. Mit der Umgestaltung der Trägerschaft können wir nun eine langfristige Perspektive für die Station schaffen", erklärte Albrecht.

Seit 2015 investiert das Land in den Erhalt der Station – bis heute insgesamt 6,5 Millionen Euro. Damit wurden zum Beispiel der Auf- und Umbau der Quarantänestation und ein Architektenwettbewerb zum Umbau der Seehundstation finanziert. Für den Sommer dieses Jahres ist außerdem der Neubau des Eingangsgebäudes geplant.

Seehundbestand im Wattenmeer stabil

Gegenwärtig leben vier junge Seehunde und einige Kegelrobben in der Station. Insgesamt kümmerten sich die Helfer 2018 um insgesamt 231 Robben. Das sind deutlich weniger als noch in den Vorjahren. Grund dafür ist auch das gute Wetter in der vergangenen Saison.

Im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer ist der Seehundbestand seit 2013 stabil auf einem hohen Niveau. 2018 wurde mit 4.576 Jungtieren sogar ein Rekordwert erreicht.