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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Staatskanzlei

Energiewende zum Erfolg bringen

Datum 09.11.2018

In Bremen haben sich die Umweltminister der Länder für einen schnelleren Netzausbau ausgesprochen und den Umgang mit Wölfen konkretisiert.

Strommasten und Windräder auf einem Rapsfeld Stromleitung Raps Windräder (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Nach dem Willen der Umweltminister soll der Netzausbau mit Nachdruck vorangetrieben werden. © M. Staudt / grafikfoto.de

Schleswig-Holstein ist das Land der Energiewende: Schon heute produziert der echte Norden mehr Strom aus erneuerbaren Energien als er rechnerisch verbraucht. Doch um den Strom aus dem Norden in den energiehungrigen Süden zu bringen, braucht es leistungsfähige Stromnetze. Auf der Umweltministerkonferenz in Bremen hatte Minister Jan Philipp Albrecht daher nun einen Antrag eingebracht, den Netzausbau zügig voranzutreiben.

"Wir wollen es möglich machen, dass in ganz Deutschland schneller aus fossilen Energieträgern ausgestiegen wird", sagte Albrecht. Schleswig-Holstein leiste bereits einen großen Beitrag, der mit stärkeren Netzen noch gesteigert werden könne. Die Länder stimmten dem Antrag zu. Konkret wollen die Umweltminister unter anderem sicherstellen, dass die Bundesregierung ihr Ziel erreicht, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 auf 65 Prozent zu erhöhen und den Netzausbau strategischer und schneller umzusetzen.

Leben mit dem Wolf

Auch der Umgang mit dem Wolf stand auf der Tagesordnung. Die Umweltminister einigten sich darauf, bis zur kommenden Konferenz eine rechtssichere Grundlage dafür zu schaffen, sogenannte Problemwölfe zum Schutz von Weidetieren zu töten – sofern die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen eingehalten wurden.

Drei Wölfe im Wildpark Eekholt Drei Wölfe im Wildpark Eekholt (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Auch der richtige Umgang mit Wölfen beschäftigte die Minister. © Wolf-Gunthram v. Schenck / Wildpark Eekholt

"Heute ist ein guter Tag für die Weidetierhalterinnen und -halter", sagte Albrecht. Dank der Europäischen Kommission könnten Investitionen in den Schutz vor Wolfsrissen in Zukunft vollständig durch die Länder finanziert werden. "Wir werden nun die Halterinnen und Halter im Land noch intensiver beim Herdenschutz unterstützen können. Es ist darüber hinaus ein Erfolg, dass es abgestimmte, klare Leitlinien für die ausnahmsweise Entnahme von artenschutzrechtlich streng geschützten Wölfen gibt ", sagte er.

Saubere Luft in den Städten

Ein weiteres Thema der Konferenz war der Schadstoffausstoß von Dieselmotoren. Die Minister fordern Ergänzungen zu dem "Sofortprogramm Saubere Luft". In mehreren Städten, zuletzt in Köln und Bonn, hatten Gerichte Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge angeordnet – trotz des Programms. "Es geht um nicht weniger als den Schutz unserer Gesundheit", betonte Albrecht. "Wir müssen sicherstellen, dass überall die geltenden Immissionsgrenzwerte eingehalten werden. Dafür muss die Bundesregierung die Autohersteller stärker in Verantwortung nehmen."