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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Staatskanzlei

Wälder für die Zukunft

Datum 25.07.2018

Umweltminister Robert Habeck hat sich im Revier der Försterei Ahrensbök über die Waldbewirtschaftung im echten Norden informiert.

Menschen stehen auf einer Waldlichtung und sprechen miteinander. Minister Habeck informierte sich in Ahrensbök über die Waldbewirtschaftung. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Minister Habeck (Mitte) informierte sich in Ahrensbök über die Waldbewirtschaftung. © Umweltministerium

Elf Prozent der schleswig-holsteinischen Landesfläche - rund 173.000 Hektar - sind von Wald bedeckt. 50.000 Hektar davon gehören dem Land und werden von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF) betreut. Sie werden seit 1999 jedes Jahr nach den Standards des Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert, um eine ökologische und sozial nachhaltige Waldbewirtschaftung sicherzustellen. Nun hat sich Umweltminister Robert Habeck bei einem Waldspaziergang durch das Revier der Försterei Ahrensbök über die Waldbewirtschaftung und die Auswirkungen der Zertifizierung informiert.

Hoher Standart in der Waldbewirtschaftung

"Die Erteilung des FSC-Zertifikates war und ist wichtig für die naturnahe und sozial verantwortliche Bewirtschaftung des schleswig-holsteinischen Landeswaldes und eine Auszeichnung für die Arbeit der Forstleute", sagte Habeck. "Damit erreichen wir, dass auch künftige Generationen einen verantwortungsvoll bewirtschafteten Wald mit funktionierendem Ökosystem vorfinden." Die FSC-Zertifizierung sieht die Einhaltung besonderer Regeln im Bereich des Waldumbaus, der Erst- und Wiederaufforstungen, des Bodenschutzes und der Waldbewirtschaftung vor. So verzichten die Landesforsten Schleswig-Holstein beispielsweise auf den Einsatz von Pestiziden und auf Kahlhiebe. Außerdem werden die Waldböden nur schonend befahren und standortangepasst genutzt. Die Einhaltung dieser Standards wird mindestens einmal jährlich durch unabhängige Auditoren überprüft.

Leistungsfähige Wälder entwickeln

Seit 2016 sind zehn Prozent der landeseigenen Waldfläche als Naturwald vollständig aus der Nutzung genommen. Damit hat Schleswig-Holstein ein wichtiges Ziel der Biodiversitätsstrategie umgesetzt. Außerdem betreuen die Landesforsten waldpädagogische Einrichtungen wie den Erlebniswald Trappenkamp sowie 15.670 Hektar an Natura 2000-Wäldern, in denen der Schutz gefährdeter Tiere und Pflanzen sowie ihrer natürlichen Lebensräume besonders im Mittelpunkt steht. Auf der bewirtschafteten Waldfläche wollen die SHLF stabile, ökologisch wertvolle und leistungsfähige Wälder entwickeln, und zu einem attraktiven Ziel für Besucher machen. Insgesamt arbeiten dafür 180 Mitarbeiter in den 31 Förstereien der SHLF sowie in der Zentrale in Neumünster.

Weltweite Organisation

Der Forest Stewardship Council (FSC) setzt sich für eine umweltfreundliche, sozialförderliche und ökonomisch tragfähige Bewirtschaftung von Wäldern ein. Insgesamt sind weltweit 200 Millionen Hektar Wald FSC-zertifiziert, davon rund in 1,2 Million in Deutschland. Er wird von Umweltorganisationen, Gewerkschaften, Interessensvertungen indigener Völker und zahlreichen Unternehmen aus der Forst- und Holzwirtschaft unterstützt.