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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Portraitfoto Dr. Robert Habeck
Dr. Robert Habeck

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

"Erneuerbare müssen günstiger werden"

Datum 15.03.2018

Energiewendeminister Robert Habeck hat in Husum die Messe "New Energy" eröffnet – mit einem Appell an die neue Bundesregierung.

Sechs Personen stehen an einem Stand. Einer von ihnen hält ein iPad in der Hand und demonstriert den anderen etwas. Auf seinem Rundgang machte sich Energiewendeminister Robert Habeck (3.v.r.) ein Bild der Messe. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Auf seinem Rundgang machte sich Energiewendeminister Robert Habeck (3.v.r.) ein Bild der verschiedenen Messestände. © Umweltministerium

Zum 15. Mal öffnet mit der "New Energy" eine der größten Messen rund um die Erneuerbaren Energien in Deutschland ihre Tore. Unter dem Motto "Vernetzen, Verknüpfen – Zukunft machen!" beschäftigen sich rund 100 Messeaussteller unter anderem mit Elektromobilität sowie den Chancen der Digitalisierung für die Branche. Die Messe richtet sich an Fachleute, Gewerbe und Kommunen, aber auch Verbraucher – die Veranstalter erwarten rund 10.000 Besucher, darunter auch Energiewendeminister Robert Habeck.

Appell an die Bundesregierung

Schleswig-Holstein sei beim Ausbau der Erneuerbaren weiter auf Erfolgskurs, betonte der Minister. Es sei aber noch viel zu tun: "Wir brauchen dringend eine Reform. Erneuerbare müssen günstiger werden." Innovationen wie die Wärmekopplung, Elektromobilität und leistungsfähige Energiespeicher seien entscheidend für die nächste Phase der Energiewende, sagte Habeck. "Außerdem brauchen wir einen CO2-Preis. Das haben inzwischen sogar zahlreiche Akteure aus der Wirtschaft erkannt. Die neue Bundesregierung sollte dem folgen."

Vorreiter bei der Energiewende

2016 hat Schleswig-Holstein rechnerisch rund 128 Prozent seines eigenen Stromverbrauchs aus Wind- oder Solarenergie gedeckt – bundesweit waren es nur 32 Prozent. Dadurch habe der echte Norden seinen Schadstoffausstoß um rund 13,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente gesenkt. "Damit konnten die Erneuerbaren mehr als die Hälfte unserer Treibhausgasemissionen kompensieren", sagte Habeck. "Gleichzeitig konnte auch der Netzausbau in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr vorangetrieben werden und wir sehen erste Erfolge."

Portraitfoto Dr. Robert Habeck

Wir brauchen dringend eine Reform: Erneuerbare müssen günstiger werden, außerdem brauchen wir einen CO2-Preis.

Dr. Robert Habeck

Biomasse und Windkraft sind Haupterzeuger

Rund 33 Prozent des gesamten Strom-, Wärme- und Kraftstoffverbrauchs in Schleswig-Holstein stammen aus Biomasse, Solar- und Windenergie. Damit ist der Anteil ebenfalls deutlich besser als der Bundesdurchschnitt mit 15 Prozent. Rund 70 Prozent davon kommen dabei aus Windkraftanlagen an Land sowie aus Biomasse-Anlagen. Windenergie auf hoher See liegt mit gut 22 Prozent auf Rang drei.

Deutlich knapper ist der schleswig-holsteinische Vorsprung im Wärmesektor: Hier betrug der Anteil der Erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein rund 14 Prozent – deutschlandweit waren es rund 13 Prozent. "Im Wärmesektor gibt es weiterhin viel zu tun – ebenso im Verkehr. In beiden Feldern haben wir bereits Strategien entwickelt und Vorzeigeprojekte angeschoben, die Wirkung zeigen werden", sagte Habeck.

Weitere Informationen

Alles Wissenswerte rund um den Anteil der Erneuerbaren Energien am schleswig-holsteinischen Energiemix:

Versorgungsbeitrag der Erneuerbaren Energien