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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Ruff / grafikfoto.de

Nachhaltigkeit erleben und begreifen

Datum 20.02.2018

An außerschulischen Lernorten erfahren Kinder und Jugendliche, wie sie nachhaltig handeln und so die Umwelt schützen können.

Menschengruppe hinter einem Tisch, auf dem zahlreiche Fahnen die verschiedenen Projektstandorte markieren. Gemeinsam mit den Vertretern von 22 Vereinen und Verbänden unterzeichneten Ministerin Prien und die Minister Garg und Habeck (Mitte) die NUN-Vereinbarung. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Gemeinsam mit den Vertretern von 22 Vereinen und Verbänden unterzeichneten Ministerin Prien und die Minister Garg und Habeck die NUN-Vereinbarung. © Staatskanzlei

Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) hilft Kindern und Jugendlichen dabei, ein Verständnis für die Bedeutung des Umweltschutzes, einer fortlebenden Wirtschaft sowie einer gerechten Gesellschaft zu entwickeln. Viele außerschulische Bildungseinrichtungen im Norden setzen sich deshalb mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander. Sie vermitteln Kindern und Jugendlichen hautnah, was es heißt, nachhaltig zu denken und zu handeln. Diese Kenntnisse sollen generationsübergreifend weitergegeben werden und so zu einer besseren Zukunft beitragen.

Zertifizierte außerschulische Lernorte

Unter dem Motto "Norddeutsch und nachhaltig: Mit Bildung Zukunft sichern“ wird dieses Engagement seit 2004 von Bildungs-, Sozial- und Umweltministerium sowie Verbänden mit der „Norddeutsch und Nachhaltig“ (NUN)-Zertifizierung ausgezeichnet. Gemeinsam mit 22 teilnehmenden Organisationen aus dem Land haben Bildungsministerin Karin Prien, Sozialminister Dr. Heiner Garg und Umweltminister Robert Habeck die BNE-Vereinbarung in Flintbek unterzeichnet. Damit bekräftigten sie ihren Einsatz für außerschulische Lernorte mit Angeboten zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Sie wollen die NUN-Zertifizierung weiter ausbauen und stärken. "Nachhaltigkeit klingt meist sehr abstrakt, aber an diesen Lernorten wird es wirklich konkret", sagte Habeck. Alle zertifizierten Lernorte hätten eines gemeinsam: dort könne man quasi greifen, wo es Probleme gebe und was man dagegen tun könne, um sie zu lösen. "Das legt den besten Grundstein dafür, selbst Verantwortung im Kleinen zu übernehmen. Und es liefert Ideen, wie sich die Gesellschaft verändern lässt“, betonte Habek. "In Schleswig-Holstein beschäftigen sich bereits die Kleinsten mit den Auswirkungen ihres Handelns", hob Garg hervor.

Ausgewählte Einrichtungen im Video-Porträt

Drei der insgesamt 45 zertifizierten Einrichtungen wurden im Rahmen der Unterzeichnung in Kurzfilmen präsentiert.

Eine Gruppe Jugendlicher steht auf einem Feld und hört dem Vortrag eines Erwachsenen zu.
© Staatskanzlei

Mithelfen auf dem Biobauernhof

Der Ringstedtenhof ist ein aktiv wirtschaftender Biolandbetrieb. Als außerschulischer Lernort bietet er Kindergärten und Schulklassen die Möglichkeit, die landwirtschaftliche Produktion selbst mitzuerleben. Vom Ernten bis zum Verarbeiten sind die Kinder hautnah mit dabei.

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Eine Gruppe Kinder in weißer Schutzkleidung schaut in ein Loch.
© Staatskanzlei

Verschmutztem Wasser auf der Spur

Umweltbildung ist auch ein fester Bestandteil des Abwasserzweckverbands azv Südholstein. Frei nach dem Motto "mitmachen, ausprobieren und aktiv werden", können die Kinder und Jugendlichen hier die Abwasserreinigung miterleben. Dabei wird der nachhaltige Umgang mit der Ressource Wasser gestärkt und seine Bedeutung für Mensch und Natur nähergebracht.

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Kinder sind in einem Wald im Schnee und tragen selbstgebastelte Tiermasken vor dem Gesicht.
© Staatskanzlei

Erfahrungen mit den vier Elementen

Der außerschulische Lernort „Erlebnis am Bungsberg“ fördert die emotionale Bindung an die Natur. In der freien Natur sollen die Kinder Kompetenzen sammeln und ihre persönliche Entwicklung stärken. Durch Abenteuer mit den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft lernen sie spielerisch die Bedeutung der Natur und die Notwendigkeit ihres Schutzes kennen.

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Qualitätssicherung der Bildungsangebote

Das Land Schleswig-Holstein ist Initiator der NUN-Zertifizierung. 2014 schlossen sich Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern an. Gemeinsam wollen sie zur Qualitätssicherung und -entwicklung der Bildungsangebote beitragen. Dazu wurden spezielle Kriterien ausgearbeitet: Im Mittelpunkt stehen dabei das Leitbild der Einrichtung, die lehrenden Menschen vor Ort und das vorliegende Bildungsangebot. Doch auch die Öffentlichkeitsarbeit, die Organisation sowie die Infrastruktur sind zentrale Merkmale. Die Zertifizierung wird dann für fünf Jahre ausgeschrieben.
"Wir brauchen diese Bildungsangebote, weil sie junge Menschen für verantwortungsbewusste Entscheidungen qualifizieren“, erklärte Prien. Sie würden die Kinder und Jugendlichen lehren, globale Herausforderungen zu verstehen, sich ein Urteil zu bilden und danach zu handeln.