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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Staatskanzlei

Netzausbau kommt voran

Datum 23.01.2018

Der erste Abschnitt der Stromleitung von Hamburg/Nord bis zum Umspannwerk Audorf wurde in Betrieb genommen.

Vier Männer stehen mit Helmen und gelben Jacken vor einem Umspannwerk. eMinister Habeck (re.) bei der Inbetriebnahme des ersten Leitungsabschnitts. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Minister Habeck (re.) bei der Inbetriebnahme des ersten Leitungsabschnitts. © Umweltministerium

Mit einem symbolischen Knopfdruck haben Energiewendeminister Robert Habeck und Lex Hartman, Mitglied der TenneT-Geschäftsführung, den ersten Bauabschnitt der Mittelachse am Umspannwerk Audorf/Süd (Osterrönfeld/Schleswig-Holstein) in Betrieb genommen.

Dieser 70 Kilometer lange Bauabschnitt der neuen 380-kV-Leitung verbindet die Umspannwerke Hamburg/Nord und Audorf/Süd. Mit dem Bau des zweiten, ebenfalls 70 Kilometer langen Abschnitts zwischen Audorf und Flensburg wird der Übertragungsnetzbetreiber TenneT noch in diesem Frühjahr beginnen. Die Vorschlagstrasse für den dritten, etwa zehn Kilometer langen Abschnitt der Mittelachse, von Flensburg bis Dänemark, ist der Öffentlichkeit am 17. Januar vorgestellt worden.

Betroffene zu Beteiligten machen

"Energiewende und Netzausbau in Schleswig-Holstein kommen weiter voran", sagte Habeck. Der Netzausbau gehöre zu den unpopulärsten Seiten der Energiewende und stocke fast überall. In Schleswig-Holstein sei man bewusst einen anderen Weg gegangen und habe Betroffene zu Beteiligten gemacht. "Gemeinsam gingen wir durch das Nadelöhr des Netzausbaus. Jetzt bauen wir das Netz - besser geplant, im fairen Miteinander und dadurch schneller. Das zeigt auch das Netzausbauprojekt Mittelachse", erklärte der Minister.


Die Inbetriebnahme des ersten Netzabschnitts sei, laut Hartmann, ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Ausbau des Energiewende-Netzes. Das seit Dezember in Stufen in Betrieb genommene Leitungsstück habe bereits dazu geführt, dass Eingriffe in die konventionelle Energieerzeugung und die Netzstabilisierung deutlich reduziert werden konnten. Überregional werde sich die Lage aber erst entspannen, wenn das Energiewende-Netz vollständig umgesetzt worden sei.

Besondere Herausforderung beim Bau

Knapp drei Jahre betrug die Bauzeit des nun in Betrieb genommenen Leitungsabschnitts, der sieben Mal mehr Strom übertragen kann als die bislang genutzte 220-kV-Leitung. Die Bauarbeiten brachten eine besondere Herausforderung mit sich: den Parallel-Ausbau der Autobahn 7, an der die Freileitungsstrecke zum größten Teil entlangläuft. Sieben Mal quert die Leitung die A7, um besonders auch Umsetzungen aus dem Planungsdialog und umweltfachliche Kriterien zu berücksichtigen.

Der Rückbau der bisher genutzten 220-kV-Leitung, deren Kapazität für die Anforderungen der Energiewende nicht mehr ausreichend ist, beginnt voraussichtlich Ende März und soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Zentraler Netzknoten im Land

Mit der neuen Freileitung geht gleichzeitig auch der erste Betriebsabschnitt des 380-kV-Ersatz- und Erweiterungsneubaus im Umspannwerk Audorf/Süd in Betrieb. Das Umspannwerk ist einer der zentralen Netzknoten in Schleswig-Holstein und wird Anfang 2019 komplett fertiggestellt sein.

In der südwestlichen Verlängerung der Mittelachse von Hamburg/Nord nach Dollern (Kreis Stade/Niedersachsen) ist zusätzlich das Umspannwerk Kummerfeld (Kreis Pinneberg/Schleswig-Holstein) nach seinem Erweiterungsausbau pünktlich in Betrieb genommen worden. Die Kapazitätsvergrößerung des Umspannwerks Kummerfeld wird für den weiteren Ausbau der Leitung Hamburg/Nord – Dollern benötigt, um den Windstrom aus dem Norden in die Verbrauchszentren im Westen und Süden Deutschlands zu transportieren.