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Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung

Staatskanzlei

Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung

Datum 07.03.2017

Gegen das nächtliche Dauerblinken von Windanlagen: Ausbau der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung kommt voran.

Fünf Männer drücken einen Knopf. Energiewendeminister Robert Habeck (links) drückt symbolisch mit (v.l.) Rüdiger Hildebrandt (LBV-SH), Rasmus Thamsen (Beiratsvorsitzender BWP Langenhorn/Ockholm), Horst Petersen (Bürgermeister Langenhorn), Thomas Herrholz (Geschäftsführer ENERTRAG Systemtechnik GmbH) den Schalter zur bedarfsgerechten Befeuerung. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Energiewendeminister Robert Habeck (links) drückt symbolisch den Schalter zur bedarfsgerechten Befeuerung. © MELUR

Der Ausbau der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung von Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein kommt voran. „Das Anreizsystem des Landes zeigt Erfolge: Es wird bereits ein Windpark in Nordfriesland – als erster Windpark in Deutschland – damit betrieben, weitere Vorhaben in Dithmarschen und im Kreis Schleswig-Flensburg sind konkret in Vorbereitung. Damit wird Schleswig-Holsteins Nachthimmel Schritt für Schritt wieder dunkler. Das bedeutet eine Entlastung für die Anwohnerinnen und Anwohner“, sagte Energiewendeminister Robert Habeck, der sich am späten Montagabend (6. März  2017) einen Eindruck vom dem System in dem Windpark Langenhorn-Bordelum verschafft hat.

Landesregierung schafft Anreizsystem

Windkraftanalgen müssen aus Gründen der Flugsicherheit nachts gekennzeichnet werden. Seit Ende 2015 ist dafür der Einsatz einer bedarfsgesteuerten Hinderniskennzeichnung von Windkraftanlagen möglich. Diese schaltet die Lichter in der Nacht erst ein, wenn sich Luftfahrzeuge nähern. Um eine schnellere Einführung der bedarfsgerechten Befeuerungssysteme voranzutreiben, hat das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig-Holstein 2016 ein Anreizsystem etabliert: Für neue Windkraftanlagen wurde die Möglichkeit geschaffen, bei der Verwendung von bedarfsgerechter Befeuerung einen Abschlag auf die Ersatzzahlungen für die Eingriffe in das Landschaftsbild zu erhalten. Dabei werden auch Altanlagen berücksichtigt.

Portraitfoto Dr. Robert Habeck

Unser Ziel ist, dass nachts möglichst keine Windkraftanlagen dauerhaft blinken. Das ist auch für die Akzeptanz der Energiewende wichtig.

Dr. Robert Habeck

Verfahren werden vereinfacht

Derzeit sind die Landesregierung und die zuständigen Behörden dabei, die Verfahren schlanker und einfacher zu gestalten. „Wir arbeiten daran, noch weitere Anreize zur einfachen Umsetzung der Bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung zu schaffen", sagte Habeck. "Unser Ziel ist, dass nachts möglichst keine Windkraftanlagen dauerhaft blinken. Das ist auch für die Akzeptanz der Energiewende wichtig." 

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