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Vermessungsschiff für den Küstenschutz

Staatskanzlei

Vermessungsschiff für den Küstenschutz

Datum 15.07.2016

Staatssekretärin Dr. Silke Schneider hat in Husum das neue Vermessungsschiff "Oland" getauft. Das Vorgängerschiff wird nach 31 Jahren ersetzt.

Menschengruppe Umwelt-Staatssekretärin Dr. Silke Schneider (2.v.l.) bei der Taufe des Vermessungsschiffs "Oland" in Husum. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Umwelt-Staatssekretärin Dr. Silke Schneider (2.v.l.) bei der Taufe des Vermessungsschiffs "Oland" in Husum. © Görrissen/LKN.SH

Umwelt-Staatssekretärin Dr. Silke Schneider hat heute auf dem Bauhof des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) in Husum das neue Vermessungsschiff "Oland" getauft. Für seine vielfältigen Aufgaben ist das Schiff mit modernsten Navigations- und Lotungsgeräten ausgestattet.

Veränderungen im Wattenmeer aufspüren

Staatssekretärin Schneider sagte bei der Taufe: "Das Wattenmeer ändert ständig seine Gestalt. Priele verlagern sich, Außensände wandern, neue Sände entstehen. Der Klimawandel wird diese Dynamik noch erhöhen. Die "Oland" hilft uns, solche Veränderungen aufzuzeigen und auf sie zu reagieren."

Die Aufgaben des Schiffs sind umfangreich. Vor allem wird die neue "Oland" unterwegs sein, um Seegangsmessbojen und Strömungsmessgeräte auszulegen, Pegel und Messpfähle zu warten und um Wattflächen und Priele zu vermessen. Silke Schneider erklärte: "Zusammen mit den Vermessungsdaten kleinerer LKN-Schiffe und von Befliegungen werden ihre Daten dem Wattenmeer digitale Gestalt geben".

Die neue Oland

> Das Schiff ist 22,50 Meter lang und 6,90 Meter breit.

> Mit 95 Zentimetern Tiefgang ist es optimal aufs Wattenmeer angepasst. Dank Plattbodenkonstruktion kann es trockenfallen.

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Unterstützung für Forscher

Von den Messungen der "Oland" hängen wichtige Planungen, wie zum Beispiel die Entscheidung über den Bau einer Buhne auf Gröde, ab. Falls erforderlich kann das neue Schiff auch als Schlepper eingesetzt werden und Schuten oder Pontons mit Küstenschutzmaterialien zu den Halligen bringen.

Ein weiterer Aufgabenbereich kommt in kleinerem Umfang hinzu. Mit der Ausweisung des Wattenmeers als Nationalpark, der Anerkennung als Weltnaturerbe und den umfangreichen Pflichten die sich aus der Naturschutzgesetzgebung der EU ergeben, haben biologische Monitoringaufgaben zugenommen. Die "Oland" und ihre Besatzung helfen daher mit, wenn Biologen im Nationalpark Vögel zählen oder Unterwassermikrofone kontrollieren. Auch Probennahmen vom Meeresboden gehören zum ökologischen Aufgabenrepertoire der "Oland".

Optimal ausgerüstet

Für ihre vielfältigen Aufgaben ist die "Oland" perfekt ausgerüstet: Sie ist 22,50 Meter lang und 6,90 Meter breit und hat nur 95 Zentimeter Tiefgang. Auf dem Vor- und Achterschiff ist jeweils ein Kran installiert, der Seezeichen oder Messgeräte bis 1,5 Tonnen Gewicht aufnehmen kann. Die Plattbodenkonstruktion ermöglicht das Trockenfallen des Schiffes. Zwei Motoren leisten jeweils 221 Kilowatt (zusammen 600 PS). Die drei bis vier Besatzungsmitglieder können während ihrer Einsätze auf dem Schiff wohnen.

Der Landesbetrieb hatte den Auftrag zum Bau nach EU-weiter Ausschreibung für 3,8 Millionen Euro an die Schiffbau- und Entwicklungsgesellschaft in Tangermünde vergeben. Dort wurde die neue "Oland" in zehn Monaten gebaut.