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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Klimaschutzdeich Hauke-Haien-Koog soll 10.000 Bürgerinnen und Bürger schützen

Umweltminister Jan Philipp Albrecht: "Wir bereiten die Küsten Schleswig-Holsteins auf die Folgen des Klimawandels vor."
Datum 14.09.2020

SCHLÜTTSIEL. Südlich des Fährhafens Schlüttsiel wird derzeit auf einer Strecke von 3,2 Kilometern ein Teilabschnitt des Landesschutzdeiches am Hauke-Haien-Koog zu einem weiteren zukunftssicheren Klimadeich ausgebaut. Umwelt- und Küstenschutzminister Jan Philipp Albrecht hat heute (14. September) die Baustelle besucht. Für ein stärkeres Engagement gegen den Klimawandel hat er dort geworben.

Umweltminister Jan Philipp Albrecht sagte: "Wir bereiten die Küsten Schleswig-Holsteins auf die Folgen des Klimawandels vor. Wenn dieser Deich in drei Jahren fertiggestellt ist, wird er weit mehr als 10.000 Einwohner und etwa 50.000 Hektar Land bis ins nächste Jahrhundert nachhaltig schützen können. Dennoch sollten wir schon heute alles dafür tun, dass der Meeresspiegel so gering wie möglich ansteigt, und unsere Anstrengungen gegen den Klimawandel verstärken."

In mehreren Abschnitten wird der Deich seit 2018 bis 2023 aufgestockt. Der nördlich von Schlüttsiel liegende Deich wurde in den beiden vergangenen Jahren verstärkt. In diesem Jahr wird der südlichste, 1,2 Kilometer lange Abschnitt ausgebaut. Er wird auf 8,30 Meter über Normalhöhennull erhöht. Minister Jan Philipp Albrecht sagte dazu: "Damit der Schutz vor Sturmfluten trotz des beschleunigten Meeresspiegelanstieges auch langfristig gewährleistet ist, bekommt der Deich ein angepasstes Profil, mit dem er zum Klimadeich wird. Die Außenböschung erhält ein sehr flaches Profil, die Breite der Deichkrone wird verdoppelt." Sollte der Meeresspiegel stärker ansteigen als bislang prognostiziert, so kann der Deich mit relativ geringem Aufwand erneut verstärkt werden. "Dies macht den Deichbau jetzt zwar teurer, spart künftigen Generationen aber einen Teil der Kosten, die unsere Generation durch den Klimawandel selbst zu verantworten hat", so Albrecht.

Durch das Eindeichen von Wattflächen ist der Hauke-Haien-Koog in den Jahren 1958 bis 1960 entstanden. Es war der erste Koog, der nicht ausschließlich der Landgewinnung diente; Teile des Kooges dienen als Speicherbecken. Hat die Nordsee bei längeren Westwindperioden im Winter dauerhaft hohe Wasserstände, so kann das Regenwasser aus dem Binnenland mitunter tagelang nicht ins Meer abfließen. Die Speicherbecken des Hauke-Haien-Koogs fangen dann das Niederschlagswasser eines 720 Quadratkilometer großen Einzugsgebietes auf, das bis nach Flensburg reicht. Überschwemmungen im Hinterland werden dadurch verhindert.

Die Kosten der Deichverstärkung Hauke-Haien-Koog betragen rund 30 Millionen Euro. Sie werden vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER), dem Infrastruktur-Modernisierungs-Programm für Schleswig-Holstein (IMPULS) und aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) übernommen.

Patrick Tiede, Julia Marre und Joschka Touré | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung | Mercatorstraße 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7044 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de/melund | außerdem bei Twitter: https://twitter.com/melund_sh | Instagram: https://www.instagram.com/melund_sh

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