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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Dritter Dialogprozess „Zukunft der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein“

Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht zieht ein positives Zwischenfast des von ihm initiierten Dialogs um die Zukunft der Landwirtschaft.
Datum 31.08.2020

NEUMÜNSTER. Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht hat ein positives Zwischenfazit des von ihm initiierten Dialogprozesses zur „Zukunft der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein“ gezogen. „Viel zu lange standen sich Akteure aus der Landwirtschaft, Umwelt, Natur, Politik und Gesellschaft mit verschränkten Armen gegenüber. In den vergangenen zwei Jahren haben wir im Land eine neue Kultur des konstruktiven Dialogs entwickelt. Wir reden miteinander statt übereinander. Dafür möchte ich allen Beteiligten herzlich danken. Nur so kann die Zukunft der Landwirtschaft gemeinsam gestaltet werden“, sagte Albrecht heute auf dem 3. Dialog-Forum in Neumünster.

 

Der Minister hatte unmittelbar nach Amtsantritt im Herbst 2018 den Dialogprozess ins Leben gerufen und neben Landwirtinnen und Landwirten verschiedene gesellschaftliche Gruppen eingeladen, ihre Vorstellungen von einer zukunftsorientierten Landwirtschaft einzubringen und diese miteinander zu diskutieren. Der Dialog über unter­schiedliche Zukunftsbilder prägte die Arbeit in Foren und Werkstätten und ist bereits selbst ein wesentliches Ergebnis dieses Prozesses. „Die gemeinsame Bearbeitung von Zukunftsfragen, das Austauschen von unterschiedlichen Standpunkten, das Zuhören, das Ringen um gemeinsame Zielvorstellungen haben bereits zu einer veränderten Gesprächskultur über landwirtschaftliche Fragen in Schleswig-Holstein geführt. Diesen Weg wollen wir weitergehen“, so Albrecht.

 

Die bislang eingebrachten Punkte zu den Themen „Klima-Klimawandel-Klimaanpassung“ und „Wertschöpfungsketten“ wurden in Neumünster in Form von Thesen vorgestellt und diskutiert. Zudem führte der Minister in das nächste Schwerpunktthema „Tierwohl“ ein. „Um mit dem Dialogprozess in Zukunft noch stärker in die Regionen vorzudringen, planen wir im Oktober drei bis vier Regionalkonferenzen im Land“, sagte Albrecht. Auch zu den Themen „Landwirtschaft und Gesellschaft“, „Biodiversität“ und „Gewässerbelastung/Gewässerschutz“ sollen bis Anfang 2021 weitere Werkstatt-Formate stattfinden. Ziel ist es, aus den im Verlauf des Prozesses generierten Thesen zu einzelnen Aspekten schlussendlich ein gemeinsam getragenes Leitbild einer nachhaltigen Landwirtschaft in Schleswig-Holstein zu entwickeln.

 

„Wir wollen eine Landwirtschaft, bei der die Landwirtinnen und Landwirte ein gesichertes Einkommen erzielen können, die von der Bevölkerung breit akzeptiert wird und die die Funktionen des Naturhaushaltes bewahrt“, so Albrecht. Das im gesellschaftlichen Konsens erarbeitete Leitbild soll Grundlage für ein gemeinsames Handeln und politischer Auftrag gleichermaßen sein. Es wird den Handlungsrahmen für Verwaltung und Gesellschaft bilden.

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