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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Kernkraftwerk Brunsbüttel: Fehler bei der Instandhaltung von Brandschutzklappen

Datum 19.08.2019

BRUNSBÜTTEL/KIEL. Im abgeschalteten Kernkraftwerk Brunsbüttel ist es in der jüngeren Vergangenheit offenbar zu Unzulänglichkeiten bei der Instandhaltung von Brandschutzklappen gekommen. Die Vattenfall-Betreibergesellschaft hat vermutlich in mehreren Fällen neuartiges Dichtungsmaterial eingesetzt, ohne zuvor zu prüfen, ob dieses Material den Vorgaben des Brandschutzklappenherstellers entsprach. Eine solche Konformitätsprüfung hätte aber durchgeführt werden müssen. Das fehlerhafte Vorgehen hatte sich in der vergangenen Woche bei wiederkehrenden Prüfungen herausgestellt.

Die Betreibergesellschaft hat das Ereignis der Kategorie „N“ (Normalmeldung) zugeordnet und der Reaktorsicherheitsbehörde als Befund mit Hinweis auf einen systematischen Fehler fristgemäß gemeldet.

Die Reaktorsicherheitsbehörde hat Sachverständige zur Beurteilung der Abweichungen beauftragt. Dabei wird neben der Sicherstellung der brandschutztechnischen Funktion insbesondere überprüft, welche administrativ-organisatorischen Gründe zu den Abweichungen von den Herstellervorgaben geführt haben. Geprüft wird bei den Untersuchungen auch, ob frühere Dichtungen asbesthaltig gewesen sein könnten, was im Laufe der Instandhaltungsmaßnahmen die Verwendung andersartigen Dichtungsmaterials erforderlich gemacht hätte.

Hintergrund:

Brandschutzklappen haben die Aufgabe, im Brandfalle nebeneinanderliegende Brandabschnitte voneinander abzugrenzen. Dafür, dass diese Aufgabe zuverlässig erfüllt wird, sind ordnungsgemäße Anschlagdichtungen an den Brandschutzklappen erforderlich.

Orientiert an der sicherheitstechnischen Bedeutung und der Eilbedürftigkeit von Abhilfemaßnahmen, werden meldepflichtige Ereignisse in Deutschland in drei Kategorien eingeteilt: Normalmeldung (N) = Meldefrist fünf Arbeitstage, Eilmeldung (E) = Meldefrist 24 Stunden und Sofortmeldung (S).

Das Kernkraftwerk Brunsbüttel ist bereits seit 2007 dauerhaft abgeschaltet. Am 21. Dezember 2018 erteilte Minister Jan Philipp Albrecht der Vattenfall-Betreibergesellschaft die Genehmigung zu Stilllegung und Abbau des Kernkraftwerks.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patrick Tiede und Joschka Touré | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung | Mercatorstraße 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7044 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.melund.schleswig-holstein.de

 

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