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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Zwei meldepflichtige Ereignisse im Kernkraftwerk Brokdorf

Datum 11.02.2019

BROKDORF/KIEL. Im Kernkraftwerk Brokdorf sind zwei meldepflichtige Ereignisse festgestellt worden. Das teilte die schleswig-holsteinische Reaktorsicherheitsbehörde (Energiewendeministerium) heute (11. Februar) in Kiel mit.

Bei dem ersten Ereignis konnten während  einer wiederkehrenden Prüfung zwei Außenluftklappen im Schaltanlagengebäude nach deren auslegungsgemäßem Schließen nicht von der Warte aus verfahren werden. Die PreussenElektra-Betreibergesellschaft gab als Grund ein gleichzeitiges Anstehen der ZU- und der AUF-Meldung für die betroffenen Klappen infolge einer Schwergängigkeit der zugehörigen Endlagenschalter an. Die Schwergängigkeit wurde beseitigt und die Funktionsfähigkeit der Außenluftklappen wiederhergestellt. Die Betreibergesellschaft hat das Ereignis der Kategorie „N“ (Normalmeldung) zugeordnet.

Des Weiteren informierte die Reaktorsicherheitsbehörde darüber, dass ein Ereignis aus dem August letzten Jahres nunmehr als meldepflichtig eingestuft und seitens der Betreibergesellschaft gemeldet wurde, nachdem sich ein systematischer Zusammenhang und damit die Erfüllung eines Meldekriteriums herausgestellt hat. Damals waren im Rahmen einer  wiederkehrenden bautechnischen Prüfung an zwei Ankerplatten im Notspeisegebäude geringfügige Spalte zwischen der Betonwand und den Ankerplatten vorgefunden worden. Zusätzlich war eine fehlende Kontermutter an einer Ankerplatte festgestellt worden. Die Ankerplatten waren daraufhin umgehend ordnungsgemäß befestigt worden. Die Auswertung der Befunde hat nun Hinweise auf eine systematische Fehlerursache ergeben. Die Betreibergesellschaft hat eine förmliche Ereignismeldung (Kategorie „N“) erstellt und zwischenzeitlich die Überprüfung aller weiteren Ankerplatten im Reaktorgebäude und im Notspeisegebäude aufgenommen.

Die Reaktorsicherheitsbehörde prüft die Ereignisse und hat dafür Sachverständige hinzugezogen.

Hintergrund

Die Außenluftklappen gewährleisten den lüftungstechnischen Gebäudeabschluss des Schaltanlagengebäudes, zum Beispiel bei einem Gasalarm.

Ankerplatten dienen zur Halterung  von Rohrleitungen oder Komponenten und sind direkt in den Beton der Wände eingegossen. Zur Gewährleistung einer vollflächigen Verbindung mit der Wand werden Hohlräume mit einer speziellen Vergussmasse aufgefüllt.

Erläuterung zu den Kategorien der meldepflichtigen Ereignisse:

Orientiert an sicherheitstechnischer Bedeutung und Eilbedürftigkeit von Abhilfemaß-nahmen werden Meldepflichtige Ereignisse in Deutschland in drei Kategorien eingeteilt: Normalmeldung (N) = Meldefrist fünf Arbeitstage, Eilmeldung (E) = Meldefrist 24 Stunden und Sofortmeldung.

Medien-Information vom 11. Februar 2019 zum Herunterladen (PDF 121KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Verantwortlich für diesen Pressetext: Jana Ohlhoff und Joschka Touré | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung | Mercatorstraße 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7044 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de/melund 

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