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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Zwei meldepflichtige Ereignisse im Kernkraftwerk Brunsbüttel

Datum 20.12.2018

Gebrochene Leckageleitung und Ausfall einer Brandmeldeeinrichtung

BRUNSBÜTTEL/KIEL. Im Kernkraftwerk Brunsbüttel ist es zu zwei meldepflichtigen Ereignissen gekommen. Das teilte die schleswig-holsteinische Atomaufsichtsbehörde (Energiewendeministerium) heute (20. Dezember) in Kiel mit. Beim ersten Ereignis wurde ein unerwarteter Wasseranfall (rund 3 Kubikmeter) im Zuge von Reinigungsarbeiten im sogenannten Sumpf des Reaktorgebäudes festgestellt. Bei den nachfolgend durchgeführten Inspektionen konnten zwei gebrochene Kunststoffleitungen am Flutkompensator als Ursache identifiziert werden. Im Zuge von Reinigungsarbeiten war die Wasserleckage bemerkt worden. Der Flutkompensator verbindet den sogenannten Flutraum oberhalb des Reaktordruckbehälters mit dem Reaktordruckbehälter. Bei den Kunststoffrohren handelt es sich um Leitungen zur Überwachung möglicher Leckagen.

Zu dem zweiten Ereignis kam es im Zuge einer Leitungsumstellung bei der Brandalarmierung. Da die vorhandenen ISDN-Anschlüsse der Telekommunikationsanbieter Ende 2018 abgeschaltet werden, wurden diese durch sogenannte ALL-IP-Leitungen ersetzt. Hierzu war die Leitung zur Feuerwehr-Leitstelle in Elmshorn außer Betrieb genommen worden. Nachfolgend wurde diese nicht wieder aktiviert. Die interne Brandmeldung und Weiterleitung innerhalb des Kernkraftwerks und die Brandbekämpfung durch die Werkfeuerwehr war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Die Verbindung zur Leitstelle in Elmshorn ist inzwischen wiederhergestellt.

Die atomrechtliche Aufsichtsbehörde hat Sachverständige zur Klärung der Sachverhalte und zur Begutachtung von Untersuchungen und Abhilfemaßnahmen der Betreibergesellschaft beauftragt. Die Betreibergesellschaft Vattenfall hat die Ereignisse der Kategorie „N“ (Normalmeldung) zugeordnet und der Reaktorsicherheitsbehörde am 18. Dezember gemeldet.

Hintergrund:

Orientiert an der sicherheitstechnischen Bedeutung und der Eilbedürftigkeit von Abhilfemaßnahmen werden Meldepflichtige Ereignisse in Deutschland in drei Kategorien eingeteilt: Normalmeldung (N) = Meldefrist fünf Arbeitstage, Eilmeldung (E) = Meldefrist 24 Stunden und Sofortmeldung (S).

Das Kernkraftwerk Brunsbüttel ist bereits seit 2007 dauerhaft abgeschaltet und befindet sich im Nachbetrieb. Die Stilllegung wird vorbereitet.

Medien-Information vom 20. Dezember 2018 zum Herunterladen (PDF 121KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Verantwortlich für diesen Pressetext: Jana Ohlhoff und Joschka Touré | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung | Mercatorstraße 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7044 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de/melund 

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