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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Ruff / grafikfoto.de

Klimaschutz in den Kommunen – Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht fordert Abbau der Hemmnisse im Wärmesektor

Datum 01.11.2018

Fernwärmeleitungen Fernwärmeleitungen (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Zur Erreichung der Klimaschutzziele sind sowohl die Steigerung der Energieeffizienz als auch der deutlich verstärkte Einsatz von Erneuerbaren Energien erforderlich. Insbesondere der Wärmesektor benötigt in Zukunft mehr Aufmerksamkeit. © MIB

KIEL. Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht sieht bei den Kommunen eine Schlüsselrolle für den Klimaschutz. "Die Kommunen machen die Energie- und Wärmewende in Schleswig-Holstein mit zahlreichen Projekten auf lokaler Ebene für alle sichtbar. Damit sind sie elementar für den Klimaschutz", sagte Albrecht heute (1. November) bei der 10. Klima und Energiekonferenz des Städte-und Gemeindetages in Rendsburg. 

Sektorkopplung vorrantreiben

"Zur Erreichung unserer Klimaschutzziele sind sowohl die Steigerung der Energieeffizienz als auch der deutlich verstärkte Einsatz von Erneuerbaren Energien erforderlich. Insbesondere in den Bereichen Verkehr und Wärme gibt es noch sehr viel zu tun", so Albrecht. Für die Kommunen sei es deshalb entscheidend, die Sektorkopplung weiter voranzutreiben. "Wir müssen die Erneuerbaren Energien umfänglich nutzen, beispielsweise auch für die Wärme- und Speichertechnologien. Hier haben sich die Kommunen bereits auf den Weg gemacht und probieren neues aus. Sie zeigen den Pioniergeist, den wir brauchen", so der Minister. Als Beispiele nannte er die im September in Breklum in Betrieb genommenen Freiflächensolarthermieanlage und den Batteriespeicher in Bordesholm.

Porträt

Zur Erreichung unserer Klimaschutzziele sind sowohl die Steigerung der Energieeffizienz als auch der deutlich verstärkte Einsatz von Erneuerbaren Energien erforderlich. Insbesondere in den Bereichen Verkehr und Wärme gibt es noch sehr viel zu tun

Jan Philipp Albrecht

Aber gerade der Wärmesektor benötigt in Zukunft mehr Aufmerksamkeit. „Wärmenetze können die ideale Infrastruktur sein, um Erneuerbare Energien kosteneffizient in den Wärmemarkt zu integrieren. Leider kommt es aufgrund verschiedener Hemmnisse häufig vor, dass Konzepte zur nachhaltigen Wärmeversorgung noch nicht umgesetzt werden können. Das muss sich in Zukunft ändern. Hier wird eine wichtige Chance vertan, bereits heute die Weichen hin zu einer nachhaltigen, CO2-armem Wärmeversorgung zu stellen. Wir unterstützen daher als Land den technologieoffenen Ausbau im Wärmesektor in Schleswig-Holstein“, so der Minister.

Landesstrategie Elektromobilität

Eine weitere wichtige Stellschraube beim Klimaschutz sieht Albrecht im Verkehrssektor. "Nicht erst seit dem Diesel-Skandal sind elektrische Antriebe in aller Munde. Kein Wunder, sind sie doch energieeffizienter, emissionsärmer, leiser und langfristig sogar kostengünstiger als die fossilen Alternativen. Deshalb setzt sich die Landesregierung mit umweltfreundlichen und zukunftsfähigen Konzepten für eine nachhaltige Mobilität, die bezahlbar bleibt, nicht zu Lasten des Klimas geht und nicht vom Import fossiler Brennstoffe abhängt, in Schleswig-Holstein ein. Gerade im Verkehrssektor gibt es beim Klimaschutz noch großen Nachholbedarf", sagte Albrecht. Die Landesregierung hat daher im Juli eine Aktualisierung der Landesstrategie Elektromobilität beschlossen. „Unser Fokus liegt hierbei unter anderem auf der Ausweitung des elektrisch betriebenem ÖPNV, dem Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur, der technischen Ausstattung von Fuhrparkbetreibern und der Umsetzung von verkehrsträgerübergreifenden Mobilitätskonzepten“, so Albrecht. Zudem sollen Regionen, die sich aktiv in die Gestaltung der gemeinsamen Nutzung von Fahrzeugen unter Einbeziehen der Elektromobilität wie beispielsweise e-Carsharing-Konzepte einbringen, ausgezeichnet werden. Darüber hinaus werde die Einrichtung von Dörpsmobilen landesweit gefördert, so der Minister.

Beratungsangebot für Kommunen

Um Kommunen auf dem Feld des Klimaschutzes und der Energiewende zu unterstützen, wurde 2014 die Energie- und Klimaschutzinitiative (EKI) ins Leben gerufen. Sie bietet Kommunen eine kostenlose Initialberatung vor Ort an. Hierbei geht es unter anderem um die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes, die Sanierung der kommunalen Liegenschaften, Hilfe bei der Antragstellung zu Bundesförderprogrammen und viele weitere Themen.

Medien-Information vom 1. November 2018 zum Herunterladen (PDF 208KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Verantwortlich für diesen Pressetext: Jana Ohlhoff und Joschka Touré | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung | Mercatorstraße 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7044 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de/melund

 

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