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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Ruff / grafikfoto.de

Kernkraftwerk Brunsbüttel: Startversagen eines Notstromdiesels

Datum 23.07.2018

BRUNSBÜTTEL/KIEL. Im Kernkraftwerk Brunsbüttel ist in der vergangenen Woche ein Notstromdiesel, der nach Abschluss einer Wiederkehrenden Prüfung noch einmal gestartet werden sollte, nicht angesprungen. Das teilte die schleswig-holsteinische Reaktorsicherheitsbehörde (Energiewendeministerium) heute (23. Juli) in Kiel mit. Ursächlich für das Versagen war eine gelöste Leitung in der Startluftversorgung. Zum Starten des Dieselmotors wird über diese Leitung Druckluft eingespeist, die den Dieselmotor zunächst antreibt. Wenn der Motor eine Mindestdrehzahl erreicht hat, wird die Startluftversorgung beendet und Kraftstoff eingespritzt. Aufgrund der gelösten Leitung konnte der Dieselmotor die erforderliche Mindestdrehzahl nicht erreichen und war deshalb unverfügbar. Die Startluftversorgung wurde instandgesetzt und der Dieselmotor konnte anschließend auslegungsgemäß gestartet werden. Überprüfungen an den beiden anderen Notstromdieseln ergaben keine derartigen Befunde. Die Reaktorsicherheitsbehörde hat die Untersuchung des Ereignisses aufgenommen und unabhängige Sachverständige hinzugezogen.

Die Betreibergesellschaft hat das Ereignis der Kategorie „N“ (Normalmeldung) zugeordnet und der Reaktorsicherheitsbehörde fristgemäß gemeldet.

Hintergrund:

Notstromdiesel haben die Aufgabe, bei Ausfall der Stromversorgung aus dem 380 kV-Netz und auch aus dem 220/110 kV-Reservenetz die Eigenbedarfsversorgung des Kernkraftwerks sicherzustellen. Das Kernkraftwerk Brunsbüttel verfügt über drei Notstromdiesel, so dass auch während des o.a. Ausfalls die Notstromversorgung sichergestellt war.

Orientiert an der sicherheitstechnischen Bedeutung und der Eilbedürftigkeit von Abhilfemaßnahmen werden Meldepflichtige Ereignisse in Deutschland in drei Kategorien eingeteilt: Normalmeldung (N) = Meldefrist fünf Arbeitstage, Eilmeldung (E) = Meldefrist 24 Stunden und Sofortmeldung (S).

Das Kernkraftwerk Brunsbüttel ist bereits seit 2007 dauerhaft abgeschaltet und befindet sich im Nachbetrieb. Die Stilllegung wird vorbereitet.

Medien-Information vom 23. Juli 2018 zum Herunterladen (PDF 118KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Verantwortlich für diesen Pressetext: Joschka Knuth | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung | Mercatorstraße 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7201 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.melund.schleswig-holstein.de

 

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