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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Defektstäbe aus Kernkraftwerk Brunsbüttel erfolgreich abtransportiert

Datum 21.02.2018

AKW BrunsbüttelAtomkraftwerk Brunsbüttel. © M. Ruff/grafikfoto.de

BRUNSBÜTTEL/KIEL. Die 13 defekten Brennstäbe, die sich noch im Kernkraftwerk Brunsbüttel befunden hatten, sind wie geplant im Forschungsinstitut Studsvik Nuclear AB in Schweden eingetroffen. Die defekten Brennstäbe wurden im Laufe der vergangenen drei Wochen im Rahmen von drei LKW-Transporten über Dänemark nach Schweden transportiert. Das teilte die schleswig-holsteinische Reaktorsicherheitsbehörde (Energiewendeministerium) heute (21. Februar) in Kiel mit. 

An den 13 Brennstäben waren zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Verlaufe des vor über 40 Jahren aufgenommenen Reaktorbetriebs des Kernkraftwerks Brunsbüttel Beschädigungen aufgetreten. Die Betreibergesellschaft erwartet von dem Forschungsvorhaben Erkenntnisse für die Anforderungen an die Zwischenlagerung von Defektstäben insbesondere im Hinblick auf die Langzeitsicherheit. Diese Erkenntnisse könnten dann auch anderen Betreibergesellschaften zugutekommen. 

Hintergrund: 

An den meisten deutschen Kernkraftwerksstandorten befinden sich Zwischenlager für Kernbrennstoff. Diese Standort-Zwischenlager sind für eine Zwischenlagerung von bis zu 40 Jahren ab erster Einlagerung vorgesehen. Der Kernbrennstoff soll später in ein Bundesendlager überführt und dort entsorgt werden. Im Gebäude des Standort-Zwischenlagers Brunsbüttel befinden sich 20 Behälter mit 965 Brennelementen aus dem Betrieb des Kernkraftwerks. Je nach Brennelementtyp enthält jedes dieser Brennelemente bis zu 96 Brennstäbe mit abgebranntem Kernbrennstoff.

Grundsätzlich ist für Defektstäbe (die sich nicht mehr im Verbund eines Brennelements befinden) vorgesehen, dass diese in besonderen Gestellen („Köchern“) ebenfalls in Lagerbehälter eingebracht und wie die Brennelemente in den Standort-Zwischenlagern aufbewahrt werden.

Die Erkenntnisse aus dem von Vattenfall initiierten Forschungsvorhaben könnten damit auch anderen Betreibergesellschaften zugutekommen, die defekte Stäbe zu lagern haben. Die Defektstäbe aus Brunsbüttel bieten sich für das Forschungsvorhaben besonders an, da es sich um unterschiedliche Fabrikate mit unterschiedlichen Arten von Defekten handelt.

Gegenüber dem Ausgangszustand mit Brennelementen und Defektstäben ist das radiologische Inventar des Kraftwerksgebäudes nunmehr bereits um über 99 Prozent reduziert.

Das Kernkraftwerk Brunsbüttel hat 2011 die Berechtigung zum Leistungsbetrieb verloren und befindet sich seitdem im sogenannten Nachbetrieb. Die Betreibergesellschaft beantragte 2012 die Stilllegung und den Abbau. Das Energiewendeministerium beabsichtigt, das Genehmigungsverfahren noch im Laufe des Jahres 2018 abzuschließen.

Medien-Information vom 21. Februar 2018 zum Herunterladen (PDF 122KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Verantwortlich für diesen Pressetext: Jana Ohlhoff | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung | Mercatorstraße 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7044 | Telefax 0431 988-7173 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.melund.schleswig-holstein.de

 

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