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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Portraitfoto Dr. Robert Habeck
Dr. Robert Habeck

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Ruff / grafikfoto.de

Vorbilder für Nachhaltigkeit: Landesregierung würdigt Engagement für ausgezeichnete Bildungsqualität in Schleswig-Holstein

Datum 20.02.2018

Menschengruppe hinter einem Tisch, auf dem zahlreiche Fahnen die verschiedenen Projektstandorte markieren. Gemeinsam mit den Vertretern von 22 Vereinen und Verbänden unterzeichneten Ministerin Prien und die Minister Garg und Habeck (Mitte) die NUN-Vereinbarung. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Gemeinsam mit den Vertretern von 22 Vereinen und Verbänden unterzeichneten Ministerin Prien und die Minister Garg und Habeck die NUN-Vereinbarung. © Staatskanzlei

FLINTBEK. Auf dem Bungsberg die Eigenarten von Feuer, Wasser, Luft und Erde entdecken oder auf einem Hof Landwirtschaft, Naturschutz und gesunde Ernährung zum Anfassen erleben: Es gibt zahlreiche herausragende Bildungsinitiativen für nachhaltige Entwicklung in Schleswig-Holstein. Bildungsministerin Karin Prien, Sozialminister Dr. Heiner Garg und Umweltminister Robert Habeck haben heute (20. Februar) gemeinsam mit 22 teilnehmenden Organisationen aus dem Land erneut die Vereinbarung über die Zertifizierung von Bildungszentren, Bildungseinrichtungen und Bildungspartnern für Nachhaltigkeit im Rahmen der Initiative „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) in Flintbek unterzeichnet.

"Lernorte werden zu Erfahrungsorten"

"Nachhaltigkeit klingt meist sehr abstrakt, aber an diesen Lernorten wird es wirklich konkret", sagte Minister Robert Habeck und ergänzte: "Alle zertifizierten Lernorte haben eines gemeinsam: hier kann man quasi greifen, wo es Probleme gibt und was man dagegen tun kann, um sie zu lösen. Was also hat der Plastikeimer auf dem Recyclinghof mit dem Schutz von Meeren zu tun? Was das Huhn mit dem Klima? So werden die Lernorte zu Erfahrungsorten – und wenn alles gut geht, werden wir als Besucher nicht nur schlauer und haben Spaß, sondern nehmen etwas in unseren Alltag mit. Das legt den besten Grundstein dafür, selbst Verantwortung im Kleinen zu übernehmen. Und es liefert Ideen, wie sich die Gesellschaft verändern lässt."

45 Einrichtungen sind bereits zertifiziert 

"Bildung für nachhaltige Entwicklung ist eine Querschnittsaufgabe in allen Unterrichtsfächern. Deshalb hat dieses Thema in den neuen Fachanforderungen aller Fächer ein stärkeres Gewicht als bisher. Wir brauchen diese Bildungsangebote, weil sie junge Menschen für verantwortungsbewusste Entscheidungen qualifizieren und sie befähigen, globale Herausforderungen zu verstehen, sich ein Urteil zu bilden und danach zu handeln", erklärte Bildungsministerin Prien. Junge Menschen sollten die Chancen von Forschung und Technik für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen erlernen. Familien- und Sozialminister Dr. Heiner Garg betonte: "Kinder lernen früh: Die Kitas im Land spielen daher eine entscheidende Rolle auf dem Bildungsweg. Hier werden nicht nur die Grundlagen für einen erfolgreichen Start gefördert, sondern in vielen Kitas in Schleswig-Holsteins beschäftigen sich bereits die Kleinsten mit den Auswirkungen ihres Handelns." Die Ministerin und der Minister würdigten deshalb das hohe Engagement der Zertifizierungskommission für die gesetzten Qualitätsstandards in der außerschulischen Bildung. Die BNE-Zertifizierungskommission in Schleswig-Holstein zeichnet die hohe Qualität von außerschulischer Bildungsarbeit im Sinne der BNE aus. Mittlerweile zeugen 45 zertifizierte Einrichtungen im ganzen Land von der Relevanz und der Identifikation mit der Zertifizierung.

NUN-Zertifizierung

Seit 2004 zeichnet die Landesregierung außerschulische Bildungseinrichtungen als „Norddeutsch und Nachhaltig“ (NUN) aus. Im Zentrum des Zertifikats steht eine Leitbild-Entwicklung für die Einrichtungen. Das Land unterstützt den Prozess der Qualitätsentwicklung durch Fortbildungsmaßnahmen. Gesichert wird die Qualität durch Jahresberichte der Einrichtungen, die durch die Kommission geprüft werden. Das Zertifikat gilt für fünf Jahre, anschließend kann eine Re-Zertifizierung beantragt werden. Antragsteller und Zertifizierte werden durch eine Geschäftsstelle im Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume (BNUR) betreut. Seit 2014 findet die NUN-Zertifizierung im Verbund mit Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern statt. Die zertifizierten Einrichtungen werden als Premium-Partner für Bildung durch die Landesregierung beworben und sind erster Ansprechpartner für Bildungsveranstaltungen. Die nächste Zertifikatsübergabe wird voraussichtlich Sozialminister Dr. Heiner Garg am 27. Juni 2018 vornehmen.

Neben dem Bildungs-, Sozial- und Umweltministerium unterstützen auch 22 Organisationen, Vereine und Verbände die Zertifizierung und arbeiten in der Kommission mit.  

Ausgewählte Einrichtungen im Video-Porträt

Drei der insgesamt 45 zertifizierten Einrichtungen wurden im Rahmen der Unterzeichnung in Kurzfilmen präsentiert.

Eine Gruppe Jugendlicher steht auf einem Feld und hört dem Vortrag eines Erwachsenen zu.
© Staatskanzlei

Mithelfen auf dem Biobauernhof

Der Ringstedtenhof ist ein aktiv wirtschaftender Biolandbetrieb. Als außerschulischer Lernort bietet er Kindergärten und Schulklassen die Möglichkeit, die landwirtschaftliche Produktion selbst mitzuerleben. Vom Ernten bis zum Verarbeiten sind die Kinder hautnah mit dabei.

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Eine Gruppe Kinder in weißer Schutzkleidung schaut in ein Loch.
© Staatskanzlei

Verschmutztem Wasser auf der Spur

Umweltbildung ist auch ein fester Bestandteil des Abwasserzweckverbands azv Südholstein. Frei nach dem Motto "mitmachen, ausprobieren und aktiv werden", können die Kinder und Jugendlichen hier die Abwasserreinigung miterleben. Dabei wird der nachhaltige Umgang mit der Ressource Wasser gestärkt und seine Bedeutung für Mensch und Natur nähergebracht.

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Kinder sind in einem Wald im Schnee und tragen selbstgebastelte Tiermasken vor dem Gesicht.
© Staatskanzlei

Erfahrungen mit den vier Elementen

Der außerschulische Lernort „Erlebnis am Bungsberg“ fördert die emotionale Bindung an die Natur. In der freien Natur sollen die Kinder Kompetenzen sammeln und ihre persönliche Entwicklung stärken. Durch Abenteuer mit den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft lernen sie spielerisch die Bedeutung der Natur und die Notwendigkeit ihres Schutzes kennen.

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Hintergrund:

Die NUN-Zertifizierung wird von einer „BNE-Zertifizierungs-Kommission“ (BNE: Bildung für nachhaltige Entwicklung), bestehend aus Vertretern aus Landesregierung und Verbänden, ausgesprochen. Sie wird vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) berufen und bereitet die Entscheidung über die Zertifizierung vor. Die Kommission prüft die Anträge und spricht dem MELUND bezüglich der Zertifizierung Empfehlungen aus. Der Zertifizierung geht ein Verfahren der Qualitätsentwicklung des Angebots der außerschulischen Bildung im Rahmen einer Leitbildentwicklung voraus. Das Zertifikat gilt für fünf Jahre, eine Re-Zertifizierung ist möglich. Die für Kindertagesstätten, Schulen und BNE zuständigen Ministerien haben mit Beginn der UN-Dekade BNE 2005 gemeinsam mit Verbänden das Zertifizierungsverfahren entwickelt, um gute außerschulische Bildungspartner als „Norddeutsch und nachhaltig“ (NUN) auszuzeichnen. Gemeinsam mit Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern wird der Standard stetig weiterentwickelt

Medien-Information vom 20. Februar 2018 zum Herunterladen (PDF 128KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Verantwortlich für diesen Pressetext: Jana Ohlhoff | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7044 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de| Presseinformationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de| Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.melund.schleswig-holstein.de

 

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