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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Portraitfoto Dr. Robert Habeck
Dr. Robert Habeck

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Zubringer zur Westküstenleitung kann gebaut werden

Datum 07.02.2018

Planfeststellungsbeschluss für 110-kV-Leitung zwischen den Umspannwerken Heide und Strübbel erlassen

KIEL. Eine wichtige Zubringer-Leitung für die geplante Westküstenleitung kann gebaut werden. Das Energiewendeministerium – Amt für Planfeststellung Energie – hat den Planfeststellungsbeschluss für den Ersatzneubau der 110-kV-Freileitung zwischen den Umspannwerken Heide und Strübbel (AfPE L - 667-PFV 110-kV-Ltg. Heide – Strübbel) der SH Netz AG erlassen. Dies teilte das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) heute (7. Februar) mit.

Es handelt sich hierbei um den Ersatzneubau der bestehenden 110-kV-Freileitung zwischen dem Umspannwerk (UW) Heide, dem UW Heide / West, welches derzeit im Zusammenhang mit dem Bau der 380-kV-Westküstenleitung errichtet wird, und dem UW Wöhrden. Der Bau findet in bestehender Trasse und nur in unmittelbarer Nähe des UW Heide/West auf einer neuen Trasse statt. Vom UW Wöhrden bis zum UW Strübbel ist die Leitung als Ersatzneubau in der 110-kV-Bestandstrasse genehmigt. "Mit Hilfe dieses Ersatzneubaus wird eine leistungsfähige Anbindung des Hochspannungsnetzes im Raum Heide an die Westküstenleitung geschaffen", sagte Energiewendeminister Robert Habeck.

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Mit Hilfe dieses Ersatzneubaus wird eine leistungsfähige Anbindung des Hochspannungsnetzes im Raum Heide an die Westküstenleitung geschaffen.

Dr. Robert Habeck

Im Zuge der Planung und des Baus der Westküstenleitung wird das 110-kV-Freileitungsnetz im Bereich Heide neu geordnet. Sowohl die 110-kV-Freileitung von Ostermoor kommend als auch die mit dem heutigen Planfeststellungsbeschluss genehmigte zwei-systemige 110-kV-Freileitung vom UW Heide sowie eine vier-systemige 110-kV-Freileitung vom UW Wöhrden werden in das UW Heide / West, den Netzverknüpfungspunkt mit der Westküstenleitung, eingebunden.

Hohe Einspeisemenge macht Ersatzneubau notwendig

Der Ersatzneubau wurde erforderlich, weil die Bestandsleitung bereits durch eine hohe Einspeisemenge aus EE-Anlagen im UW Wöhrden (rund 283 MW) sowie die kumulierte Einspeiseleistung der UW Reinsbüttel, Süderdeich und Strübbel (insgesamt ca. 651 MW) belastet ist. Um diese Leistung wie auch die für das Jahr 2025 zusätzlich prognostizierten Einspeisemengen abzutransportieren, müssen die Freileitungen wie oben dargestellt zwei- bzw. viersystemig ausgeführt werden.

Die Teilabschnitte dieses Ersatzneubaus zwischen den UW Heide - Heide / West und Wöhrden - Heide/ West werden überwiegend auf einer bestehenden Trasse gebaut, um das 110-kV-Netz mit dem neuen Netzverknüpfungspunkt zu verbinden. Zwischen den UW Wöhrden und Reinsbüttel wird der Ersatzneubau in der bestehenden Trasse gebaut. Hierbei können die neuen Masten sogar an den meisten Maststandorten um den bestehenden Mast gegründet und teilerrichtet werden. Erst wird der obere Teil des bestehenden Mastes abgetrennt und dann wird der neue obere Teil auf den neuen Mast aufgesetzt. So muss die Leitung einschließlich der Beseilung nur wenige Stunden abgeschaltet werden, was netztechnisch problemlos möglich ist. Der besondere Vorteil dieser Bauweise besteht darin, dass der Neu- und Rückbau sehr schnell geht, weil keine Leitungsprovisorien benötigt werden. Daher werden landwirtschaftliche Flächen so gering wie möglich beansprucht.

Das Vorhaben hat eine Länge von insgesamt 28 Kilometern. Die Kosten werden auf rund 21 Millionen Euro geschätzt. Mit den Bauarbeiten soll umgehend begonnen werden.

Medien-Information vom 7. Februar 2018 zum Herunterladen (PDF 173KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Verantwortlich für diesen Pressetext: Jana Ohlhoff | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung | Mercatorstraße 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7044 | Telefax 0431 988-7173 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.melund.schleswig-holstein.de

 

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