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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Staatssekretärin Dr. Silke Schneider gibt Preisträger des Landes-Nachhaltigkeitspreises 2017 bekannt

Datum 06.04.2017

NEUMÜNSTER. Umweltstaatssekretärin und Jury-Vorsitzende Dr. Silke Schneider hat heute (6. April 2017) den Nachhaltigkeitspreis des Landes Schleswig-Holstein 2017 verliehen. Preisträger ist der Beherbergungsbetrieb Janbeck*s FAIRhaus aus Gelting. Vier Projekte wurden mit Geldpreisen bedacht, die Stadt Meldorf erhielt einen Sonderpreis. "Auch in diesem Jahr haben Qualität, Vielfalt und Breite des Bewerberspektrums die Jury beeindruckt. `Schleswig-Holstein nachhaltiger machen': Dieses Ziel füllen viele Menschen und Unternehmen mit Leben. Die ausgezeichneten Projekte stoßen damit im Kleinen große Veränderungen an. Diesen Willen zur Veränderung unterstützen wir mit dem Nachhaltigkeitspreis 2017", so Staatssekretärin Schneider.

35 Bewerbungen waren für den diesjährigen Nachhaltigkeitspreis Schleswig-Holstein eingegangen, der von der Energiewende, von mehr Verantwortung der Wirtschaft für die gesamte Lieferkette sowie von der prekären Einkommenssituation vieler landwirtschaftlicher Betriebe geprägt war. So sind Bildungsvorhaben für nachhaltige Energienutzung, Nachhaltigkeit in der Lieferkette und faire Preise für Erzeuger die diesjährigen Schwerpunkte.

Der erste Preis, der an das Janbeck*s FAIRhaus verliehen wurde, ist mit 5.000 Euro dotiert. Laudator Prof. Dr. Holger Gerth, Landesbeauftragter für Naturschutz, würdigte das hohe persönliche Engagement des Ehepaars Janbeck für seine Urlaubsangebote sowie die ehrenamtliche Tätigkeit in diversen, auch überregionalen, Gremien. "Das FAIRhaus überzeugt gleichzeitig als Bildungseinrichtung, touristisches Wirtschaftsunternehmen und Demonstrationsprojekt", so Prof. Gerth.

Der mit 3.000 Euro dotierte zweite Preis ging an den Kattendorfer Hof – einen Pionier in Sachen solidarischer Landwirtschaft. 650 Mitglieder in 12 Food-Coops in Hamburg und Schleswig-Holstein ermöglichen dem Demeterhof Planungssicherheit. Die Produktion und der Absatz der nach ökologisch-nachhaltigen Prinzipien erzeugten Produkte werden gemeinsam vereinbart, die Mitglieder teilen sich auch Kosten und Risiken. Dr. Dietmar Fahnert aus dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume würdigte in seiner Laudatio den überzeugenden Nachweis, dass betrieblicher Erfolg auch jenseits marktwirtschaftlicher Zwänge möglich ist, wenn solidarische und faire Preise im Spiel sind.

Zwei dritte Preise mit je 1.000 Euro gingen jeweils an die mmhio GmbH und an die Öko Melkburen GmbH. Das Unternehmen mmhio aus Kiel steht für eine biologische, vegetarische, regionale und saisonale Mittagsverpflegung und E-Mobilität im Lieferdienst. Dies, aber auch den öko- und ernährungspädagogischen Ansatz hob Laudator Pastor Jan Christensen, Umweltbeauftragter der Nordkirche, lobend hervor.

De Öko Melkburen setzen auf tierwohlgerechte Milchviehhaltung mit muttergebundener Kälberaufzucht und vertrauen darauf, dass Kunden dies mit höheren Erzeugerpreisen honorieren. Pastor Hans Baron rühmte die multiplen Wirkungen dieses Ansatzes in seiner Laudatio: "Sinkende Milchmenge bedeutet erhöhtes Tierwohl. Gleichzeitig wächst die Zufriedenheit bei Kunden und den Erzeugern – hier ist das rechte Maß gefunden!"

Seit langem bespielt die engagierte und vernetzte Umweltszene der Dithmarscher Kleinstadt Meldorf diverse Felder nachhaltiger Entwicklung: vom fairen Handel über energetische Verbesserungen, von der Einbindung sozialer Einrichtungen bis zu einer bürgerfreundlichen Stadtentwicklungsplanung nach dem Konzept der "Cittaslow" reicht die beeindruckende Palette, wie Laudator Hermann Schultz vom Verein Zukunftsfähiges Schleswig-Holstein – Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung hervorhob.

Eine besondere Anerkennung für sein sehr umfassendes und weithin vernetztes Nachhaltigkeitswirken, insbesondere im Bereich Landwirtschaft, Ernährung und faire Lebensmittelvermarktung, erhielt die EVG Landwege eG aus Lübeck.

Der Seegrashandel aus Westerau bei Lübeck wurde in gleicher Weise für die Bestrebungen zur Wiederbelebung eines totgesagten nachwachsenden Baustoffes geehrt. Was für die einen ein ständig zu entsorgendes Problem darstellt, kann als vielseitiger, biologisch vorteilhafter Dämmstoff verwertet werden.

Der Preis, der seit 2009 alle zwei Jahre vergeben wird, ist zusammen mit den beiden kirchlichen Tagungshäusern "Haus am Schüberg" in Ammersbek und "Christian Jensen Kolleg" in Breklum sowie mit der IHK Schleswig-Holstein ausgerichtet worden. Staatssekretärin Schneider: "Diese Zusammenarbeit hat sich bei der Ansprache von Initiativen, Körperschaften und Unternehmen bewährt, was wir auch an der hohen Zahl der Bewerbungen sehen."

Alle 35 Bewerbungen werden in einer Broschüre vorgestellt, die auch im Internet unter www.nachhaltigkeitspreis.schleswig-holstein.de heruntergeladen werden kann.


Verantwortlich für diesen Pressetext: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7201 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de
Presseinformationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter http://www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.melur.schleswig-holstein.de

 

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