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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Europäischer Meeres- und Fischereifonds: Weichen für zukünftige Förderung der Schleswig-Holsteinischen Fischerei gestellt

Datum 21.10.2014

Brüssel/Kiel. Das deutsche operationelle Programm für den Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) konnte heute (21.Oktober 2014) an die Europäische Kommission übergeben werden. Schleswig-Holstein erhält demnach aus dem Strukturfonds für die anstehende siebenjährige Förderperiode einen Betrag von 24 Millionen Euro und damit vier Millionen Euro mehr als in der vorangegangenen Förderperiode.

"Dass wir nun mehr EU-Gelder für Fischerei und Meeresschutz zur Verfügung haben, ist ein schöner Erfolg. Er gibt uns die Möglichkeit, weitere Projekte für nachhaltige Fischerei zu fördern und so Naturschutz und Fischfang zu versöhnen", sagte Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck. "Fischerei an unseren Küsten und Seen ist stilbildend für unser Land. All unser Handeln zielt darauf, sie zukunftsfähig zu machen. Dafür müssen ressourcen- und artenschonende Praktiken vorangebracht werden. Dass die Europäische Union nun erstmalig die Förderung von Meeresschutzprojekten ermöglicht, ist für Nord- und Ostsee ein besonderer Gewinn."

Die europäischen Fördermittel sollen genutzt werden, um die Fischerei bei der Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen zu unterstützen und Impulse für eine nachhaltige Fischerei in Schleswig-Holstein zu setzen. Hierzu gehören sowohl Maßnahmen zur Förderung der Ökosystemverträglichkeit der Fischerei, als auch die Unterstützung von Investitionen in eine nachhaltige Aquakultur und die Weiterentwicklung der Schleswig-Holsteinischen Fischwirtschaftsgebiete an Nord- und Ostseeküste.

Schwerpunkte der schleswig-holsteinischen Förderung werden unter anderem die Förderung alternativer Fangtechniken, der Schutz von Schweinswalen und Tauchenten und das Projekt „Fishing for Litter“ sein, bei dem Fischer durch Sammeln von Meeresmüll einen aktiven Beitrag zum Schutz der Meere leisten. Zur Zukunftsförderung der Fischerei gehört zum Beispiel die Unterstützung von Jungfischern beim Erwerb eines ersten Fischereifahrzeugs.

Hintergrund:
Der Europäische Meeres- und Fischereifonds (EMFF) ist ein Strukturfonds der Europäischen Union. Der aktuell auslaufende Europäische Fischereifonds (EFF) wurde für die neue Förderperiode um Meeresschutz-Maßnahmen und die bisher nicht von den Fischereifonds umfassten Gelder für Fischereiüberwachung und Datenerhebung erweitert.

Zusätzlich zu den 24 Millionen EMFF-Mitteln werden Landesmittel für die Förderung bereitgestellt. Für die neue Förderperiode wurde die Kofinanzierung mit nationalen Mitteln von 50 Prozent auf im Regelfall 25 Prozent erforderliche Kofinanzierung herabgesenkt.

Die geplante Verwendung der zugewiesenen EU-Mittel ist im deutschen operationellen Programm für den EMFF detailliert dargestellt. Am Erstellungsprozess waren der Bund und alle am EMFF teilnehmenden Bundesländer beteiligt. Die Europäische Kommission wird das operationelle Programm nun prüfen und bewerten und im Anschluss in einen Dialog mit den zuständigen deutschen Behörden treten. Nach der Genehmigung des operationellen Programms kann die Förderung auf Landesebene anlaufen. Dies wird voraussichtlich Mitte 2015 der Fall sein.

Die Europäische Kommission hat im EMFF folgende Prioritäten festgeschrieben:

  • Nachhaltige Entwicklung der Fischerei
  • Nachhaltige Entwicklung der Aquakultur
  • Unterstützung der Durchführung der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP): Fischereiüberwachung und Datenerhebung
  • Nachhaltige Entwicklung der Fischwirtschaftsgebiete
  • Verarbeitung und Vermarktung von Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen
  • Integrierte Meerespolitik


Verantwortlich für diesen Pressetext:

Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7201 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail: pressestelle@melur.landsh.de
Presseinformationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter http://www.schleswig-holstein.de |

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