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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Portraitfoto Dr. Robert Habeck
Dr. Robert Habeck

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Ruff / grafikfoto.de

Natura 2000-Managementplanung in Schleswig-Holstein läuft insgesamt rund – über 200 Pläne fertiggestellt

Datum 08.04.2014

In den vergangenen Jahren sind für den Schutz gefährdeter Lebensräume in Schleswig-Holstein mehr als 200 Managementpläne vom Umweltministerium abgenommen worden. Umweltminister Habeck lobte die Erfolge der Umsetzung von Natura 2000 in Schleswig-Holstein: "In den letzten fünf Jahren wurden jährlich zwischen 21 und 46 Pläne – allein 2013 waren es 30 Pläne – erstellt und der Habenseite zugeführt". Überwiegend greifen die Pläne dabei ein gesamtes Natura 2000-Gebiet auf. In großen, vielfältig gestalteten Gebieten decken aber auch zwei oder mehrere Teilpläne die Gebietsfläche ab.

Natura 2000 umschreibt das europäische Schutzgebietssystem aus FFH- (Fauna-Flora-Habitat) und Vogelschutz-Gebieten. "Mehr als 27.000 Gebiete mit einer Fläche von über 1 Mio.km2 – von Finnland bis Portugal und von Irland bis Zypern – weisen Natura 2000 als größtes koordiniertes Schutzgebietssystem der Welt aus", unterstrich Umweltminister Habeck die Bedeutung dieses großartigen Naturschutzansatzes.
Schleswig-Holstein trägt zu diesem teilweise hochgradig gefährdeten europäischen Naturerbe aus Lebensräumen und Arten 271 FFH- und 46 Vogelschutz-Gebiete bei.

Neben der Auswahl der Natura 2000-Gebiete – dieser Schritt ist in Schleswig-Holstein abgeschlossen – kommt insbesondere der Festlegung notwendiger Maßnahmen zur Erhaltung oder Wiederherstellung der in den Gebieten vorkommenden Schutzgüter eine herausragende Bedeutung zu. Dieser als Gebietsmanagement bezeichnete Schritt wird in Schleswig-Holstein als Prozess gestaltet, der umfassend kooperationsorientiert ausgelegt ist und die regional Beteiligten – Flächeneigentümer- und eigentümerinnen, Bewirtschafter, Verbände, Vereine, Nutzergruppen, Behörden usw. – aktiv einbindet. Ergebnis dieser konstruktiven Zusammenarbeit sind sogenannte Managementpläne, die neben der fachlichen und nutzungsorientierten Charakterisierung eines Gebietes insbesondere einen Katalog an Maßnahmen, differenziert nach erforderlich, weitergehend und sonstig, enthalten.
"Gerade wegen dieses aufwändigen Verfahrens, das Ausdruck gelebter Kooperation und aktiver Bürgerbeteiligung ist, läuft dieser Prozess in Schleswig-Holstein ausgesprochen erfolgreich", hob der Minister die Motivation und den Einsatz der vielen im Managementprozess Beteiligten hervor.
"Der Planungsprozess hat dabei die Verbindung zur notwendigen Umsetzung geplanter Maßnahmen fest im Blick", freute sich Habeck über den Bezug zur Praxis. Soweit möglich erfolgt die Umsetzung von Maßnahmen parallel zur Planerstellung (z. B. Einbau von einfachen Grabenstauen, Kennzeichnung von Habitatbäumen oder Mahd von Biotopflächen). Ansonsten und insbesondere bei aufwändigeren Ansätzen (z. B. Anlage von Amphibienteichen, Einrichtung von halboffenen Weidelandschaften oder Wiederherstellung von natürlichen Fließgewässerarealen) sukzessive im Anschluss an die Planerstellung.

Die in den Plänen in Schleswig-Holstein abgedeckten Schutzgüter reichen von Salzwiesen an den Küsten, über Reste ehemalig großflächig verbreiteter Moor- und Heideflächen bis zu Wäldern unterschiedlicher Ausprägung. Eingeschlossen sind allgemein bekannte Arten wie Fischotter, Schweinswal, Seeadler und Kranich, aber auch viele seltene und meist allgemein wenig beachtete Arten von Käfern, Schmetterlingen sowie höheren und niederen Pflanzen. Ein insgesamt umfassendes Spektrum an natürlichen Lebensräumen und tierischen und pflanzlichen Kleinoden, die die biologische Vielfalt des Landes ausmachen und damit die Bereitstellung der für uns alle existentiellen ökosystemaren Leistungen – sauberes Wasser, Bestäubung von Blütenpflanzen, Hochwasserschutz u. ä. – garantieren.
"Die Erhaltung der biologischen Vielfalt und die Erhaltung des Schutzgebietsnetzes Natura 2000 sind damit als die zwei Seiten einer Medaille untrennbar miteinander verbunden", stellte der Umweltminister abschließend fest und verband diese Feststellung mit der Hoffnung, dass das Netz Natura 2000 noch fester in das Bewusstsein der Schleswig-Holsteiner gelangt.


Verantwortlich für diesen Pressetext: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7201 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail: pressestelle@melur.landsh.de
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