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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Ruff / grafikfoto.de

Seehundboom in Friedrichskoog: 155 Heuler in der Seehundstation

Datum 12.07.2013

KIEL. 155 junge Seehunde werden derzeit in der Seehundstation Friedrichskoog aufgezogen. So viele hungrige Mäuler gleichzeitig gab es dort noch nie. Das hat eine Zwischenbilanz ergeben. "Es ist bewunderswert, wie viele Menschen sich – oft ehrenamtlich – für Seehunde und Heuler einsetzen. Das Zusammenwirken von Seehundjägern, der Seehundstation, der Nationalparkverwaltung und Naturschutzverbänden ist vorbildlich", sagte Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck heute (12. Juli 2013).

Die Aufzucht der Heuler ist ein Baustein in dem Netzwerk rund um die Fürsorge und das Management der Seehunde im Nationalpark. Seehunde haben hier gute Bedingungen: Auf ungestörten Sandbänken in der Schutzzone 1 bringen die Seehundweibchen ihre Jungen zur Welt. Die Hauptzeit der Geburten ist jetzt vorbei, die ersten Jungtiere, die Ende Mai und Anfang Juni auf die Welt kamen, sind bereits selbstständig. Die meisten werden jedoch von den Seehundmüttern noch gesäugt oder erlernen gerade ihre Selbstständigkeit mit ersten eigenen Jagdversuchen.

Die letzten Wochen waren nicht nur für die Seehundweibchen anstrengend, sondern auch die Seehundjäger hatten in dieser Zeit - wie jedes Jahr - alle Hände voll zu tun. Das ganze Jahr über, aber besonders zur Wurfzeit der Seehunde im Juni und Juli, haben sie viele Einsätze, bei denen sie sich um geschwächte oder verlassen aufgefundene junge Robben, sogenannte Heuler, kümmern. Ihre Schützlinge liegen ihnen sehr am Herzen. Überlebensfähige, von ihren Müttern verlassene Jungtiere werden von den Seehundjägern an die Seehundstation in Friedrichskoog zur Aufzucht übergeben. Die Station ist auf Basis eines internationalen Seehundabkommens die vom Land autorisierte Aufnahmestelle für verlassen oder erkrankt aufgefundene Robben in Schleswig-Holstein. Nicht überlebensfähige Tiere müssen von den Seehundjägern getötet werden, damit sie von unnötigem Leid erlöst werden.

Den ersten Heuler aus dem Wattenmeer - eine Frühgeburt im Embryonalfell - übergaben die gut ausgebildeten Seehundjäger am 21. Mai an die Seehundstation. Ziel der Aufzucht in der Seehundstation ist es, die Tiere möglichst bald wieder in die Freiheit zu entlassen. Bei einem normalen Aufzuchtverlauf dauert das zwei bis drei Monate.

Im letzten Jahr hielten sich im Sommer zur Wurfzeit etwa 12.000 Tiere im Nationalpark auf, davon 3.300 Jungtiere, so viele wie nie zuvor. Wie viele Alttiere sich in diesem Sommer im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer aufhalten und ihre Junge bekommen haben, wird erst nach den letzten Erfassungen im August genau feststehen.

Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Thema Seehunde und Seehundmanagement können Sie hier nachlesen:
Pfeil http://www.nationalpark-wattenmeer.de/sh

Mehr über die Seehundstation in Friedrichskoog:
Pfeil http://www.seehundstation-friedrichskoog.de/


Verantwortlich für diesen Pressetext: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7201 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail: pressestelle@mlur.landsh.de

 

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