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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Naturschutzgebiet "Hoisdorfer Teiche" wird vergrößert

Datum 27.06.2013

KIEL/HOISDORF. Das Naturschutzgebiet "Hoisdorfer Teiche" im Kreis Stormarn wächst. Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck hat eine entsprechende Landesverordnung unterzeichnet, mit der das Gebiet um 12 Hektar auf 42 Hektar vergrößert wird. Das bereits seit 1987 bestehende Naturschutzgebiet ist für viele Vogel- und Entenarten, See- und Fischadler sowie Weißstörche Lebensraum. Im Kreis Stormarn erhöht sich die Gesamtfläche aller Naturschutzgebiete damit auf 3728 Hektar; das sind rund 4,9 Prozent der Kreisfläche, verteilt auf 17 Naturschutzgebiete.

Das Naturschutzgebiet "Hoisdorfer Teiche" vergrößert sich um eine südlich an das bestehende Gebiet angrenzende Grünlandfläche. Sie dient als Ausgleichsmaßnahme für geplante Baumaßnahme in der Gemeinde. Weiterhin wird auch eine nordöstlich angrenzende Grünlandfläche mit dem Einverständnis des Eigentümers einbezogen. Diese Flächen werden künftig extensiv bewirtschaftet und dienen als Pufferzone für die Entwicklung der schutzwürdigen Bereiche und als Nahrungs- und Rastflächen für Wasservogelarten.

Das ursprüngliche Naturschutzgebiet besteht aus mehreren flachgründigen Teichen. An den Ufern wachsen Schilf und Röhricht, kleine Laubwälder. Es ist Brut-, Durchzugs- und Nahrungsgebiet für viele Vogelarten. So brüten auf den Teichen Zwerg-, Hauben- und Rothalstaucher und im Röhrichtsaum Rohrweihe und Rohrammer. Auch zahlreiche Entenarten wie Krick-, Löffel-, Stock-, Reiher- und Schellente sowie Teich– und Blässhühner ziehen hier regelmäßig ihre Jungen groß. Außerdem kommen Höckerschwan, Graugans und unregelmäßig auch Kanadagans vor. See- und Fischadler sowie der Weißstorch nutzen das Gebiet zum Rasten und als Nahrungsbiotop. Aus botanischer Sicht sind besonders die Schlammfluren der regelmäßig trockenfallenden Teichböden interessant: Dort kommen viele Arten der Roten Liste vor, die wie der Wasserpfeffer stark gefährdet oder wie die Ei-Sumpfsimse vom Aussterben bedroht sind.

Als ehrenamtlicher Betreuer des Naturschutzgebietes ist der Verein Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur e.V. vom Land Schleswig-Holstein ernannt worden. Er erfasst regelmäßig den Brut- und Rastvogelbestand und beobachtet die Entwicklung des Gebietes.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7201 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail: pressestelle@mlur.landsh.de

 

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