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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Ruff / grafikfoto.de

Naturschutzgebiet "Grönauer Heide, Grönauer Moor und Blankensee" wird um das "Schöne Dreieck" erweitert - Umweltminister Robert Habeck unterzeichnet Verordnung

Datum 20.04.2013

KIEL. Das Naturschutzgebiet "Grönauer Heide, Grönauer Moor und Blankensee" wird erweitert. Eine entsprechende Verordnung hat Umweltminister Robert Habeck unterzeichnet, wie das Ministerium heute (20. April 2013) mitteilte. Der Gesamtkomplex des Naturschutzgebietes umfasst damit 367 Hektar. Er hat landesweite, zum Teil europaweite Bedeutung, weil sich dort höchst schützenswerte und schutzbedürftige Lebensräume für in Schleswig-Holstein selten gewordene Pflanzen- und Tierarten befinden. Das Naturschutzgebiet liegt auf dem Gebiet der Hansestadt Lübeck und des Kreises Herzogtum Lauenburg. Mit Einbeziehung des "Schönen Dreiecks" wird es um 13 Hektar vergrößert.

Im Rahmen der Mediationsvereinbarung zum Ausbau des Flughafens Blankensee (geschlossen vom Flughafenbetreiber und den Naturschutzverbänden) aus dem Jahr 2008 wurden große Teile des "Schönen Dreiecks" dem Naturschutz gewidmet. Es stellt mit überwiegend mageren Lebensräumen eine naturschutzfachlich sinnvolle Erweiterung des großflächigen, eng verzahnten und äußerst vielfältigen Biotopkomplexes der Grönauer Heide dar. Gefördert durch bereits durchgeführte Pflegemaßnahmen hat sich die Fläche zu einem Mosaik aus lichten Gebüschen, Trockenrasen und Heideflächen mit gut ausgebildeten Blühaspekten entwickelt.

Bis vor wenigen Jahren sollte das Erweiterungsgebiet noch als Gewerbegebiet entwickelt werden, bevor es im Zuge der Erweiterungsplanung des Flughafens in das Eigentum der Stiftung "Grönauer Heide" übergegangen ist. Sie möchte es durch Einbeziehung in das bestehende Naturschutzgebiet dauerhaft sichern. Dieser Landschaftsausschnitt mit feuchten und trockenen Heiden, Magergrasfluren, Trockenrasen, unbewachsenen Rohbodenpartien, Gewässern und ihren Uferbereichen, Mooren sowie Wäldern, Knicks, Acker- und Grünlandflächen bietet Lebensräume für viele europaweit gefährdete Arten der Insekten- und Amphibienfauna und Vogelarten wie Neuntöter, Heidelerche, Sperbergrasmücke, Feldlerche, Wachtel und Grauammer.

Das "Schöne Dreieck" lässt sich auf vorhandenen Wegen gut durchqueren. Bei Bedarf sind Mitarbeiter der Stiftung Grönauer Heide oder des Stadtforstes Lübeck gern bereit, Interessierten die Naturwerte sowie die entsprechenden Pflegemaßnahmen vor Ort zu erläutern.


Verantwortlich für diesen Pressetext: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7201 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail: pressestelle@mlur.landsh.de

 

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