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Ernährungswirtschaft

© M. Dewanger / grafikfoto.de

Die Ernährungswirtschaft ist nach Umsatz und Beschäftigung die neben dem Maschinenbau wichtigste Branche des verarbeitenden Gewerbes in Schleswig-Holstein.

Statistisch betrachtet besteht die Ernährungswirtschaft aus den Wirtschaftszweigen Nahrungs- und Futtermittel, Tabakerzeugnisse und Getränke. Im Jahr 2018 lag hier der Umsatz in 262 Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten bei rund 7,09 Milliarden Euro.

Insgesamt sind rund 22.500 Beschäftigte in der Ernährungswirtschaft in Schleswig-Holstein tätig (2018). Ca. 60 Prozent der erfassten Betriebe zählen 20 bis 50 Beschäftigte und belegen damit die sehr mittelständisch geprägte Struktur der Ernährungswirtschaft in Schleswig-Holstein. Viele der kleinen und mittleren Betriebe haben ihren Geschäftssitz im ländlichen Raum, womit der Beschäftigung bei der Ernährungswirtschaft in schwach strukturierten Regionen besondere Bedeutung zukommt.

Weit gefächerter Branchenmix

Traditionell sind die Fleisch- und Milchverarbeitung im Land sehr bedeutend. Positiv entwickelt haben sich in den letzten Jahren auch die Back- und Süßwarenherstellung und bilden heute einen weiteren Schwerpunkt im weit gefächerten Branchenmix.

Charakteristisch für die Ernährungswirtschaft ist zudem die relative Konjunkturunabhängigkeit, die auf die stabile Nachfrage bei den hauptsächlich für den Endverbrauch hergestellten Produkten zurückgeht. Dadurch zeigt sich die Branche auch in Krisenzeiten als Stabilitätsgarant.

Hohe Qualität aus Schleswig-Holstein

Die heimischen Betriebe sind bekannt für ihre hohe Fertigungsqualität. Produkte aus dem Nahrungsmittelüberschussland Schleswig-Holstein sind unübersehbar in den Regalen des nationalen und internationalen Lebensmitteleinzelhandels präsent. Beim Export führen Süßwaren und Käse. Nach einer Anpassungs- und Umstrukturierungsphase hat die Ernährungswirtschaft wieder an Fahrt gewonnen und weist seit 2008 nahezu stetig steigende Umsatzzahlen aus.

Wettbewerbsfähig durch Clusterstrategie

Im Rahmen der Regionalen Innovationsstrategie Schleswig-Holstein (RIS3 SH) ist die Ernährungswirtschaft als eines der relevanten Spezialisierungsfelder für Schleswig-Holstein ausgewiesen; dies wurde in einer Clusterstrategie verankert.

Vor diesem Hintergrund soll die Ernährungswirtschaft bis 2030 vor allem durch Innovationen national und international wettbewerbsfähiger gemacht werden. Hierbei werden auch ökologische und ökonomische Folgekosten in den Blick genommen, um die Herausforderungen knapper werdender Ressourcen und des Klimawandels zu berücksichtigen.

Um die wertschöpfende Vernetzung der Lebensmittel produzierenden Unternehmen untereinander und somit die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der norddeutschen Ernährungswirtschaft zu steigern, werden die bestehenden Netzwerke von der Landesregierung unterstützt.

Informationen zur Clusterpolitik des Landes

Branchennetzwerk Ernährungswirtschaft

Ausgehend von der Region Lübeck ist foodRegio – das Branchennetzwerk Ernährungswirtschaft in Norddeutschland e.V. – seit mehreren Jahren auf den unterschiedlichsten Ebenen aktiv, um die Wettbewerbsfähigkeit seiner Mitglieder zu stärken. Daneben war bis Ende 2015 das Kompetenznetzwerk Ernährungswirtschaft Schleswig-Holstein (KNE SH) mit Sitz in Kiel aktiv.

Branchennetzwerk Ernährung - foodRegio

Veranstaltungen und Schulungen

Aktuell arbeiten mehr als 80 Unternehmen der Ernährungswirtschaft entlang der gesamten Food-Supply-Chain aus allen fünf norddeutschen Bundesländern in diesem Netzwerk zusammen und engagieren sich in themenspezifischen Arbeitskreisen von der Ausbildung bis zur Zertifizierung sowie in gemeinsamen Projekten und Kampagnen. Darüber hinaus bietet foodRegio ein vielfältiges Schulungsprogramm und führt Veranstaltungen wie den Trendtag und den Marketingtag durch.

Eine detaillierte und umfassende Zusammenstellung der Ernährungswirtschaft in Schleswig-Holstein ist in der Antwort der damaligen Landesregierung auf eine Große Anfrage der SPD-Fraktion zu finden. Die Daten dafür stammen aus dem Jahr 2015.

Link zum Landtagsinformationssystem: Drucksache 18/2478