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Schutz vor Gewalt

© R.Seeberg / grafikfoto.de

Die meisten Gewalttaten werden nicht in der Öffentlichkeit, sondern Zuhause in der Familie verübt - fast immer sind die Opfer Frauen und Kinder.

Gewalt bleibt ein Thema, bei dem alle hinschauen und aktiv werden müssen. Betroffene müssen ermutigt werden, nicht zu schweigen, sondern über ihre Erlebnisse zu sprechen - nur so können sie die Situation ändern. Der Kontakt zu einer qualifizierten Hilfe ist oft der erste Schritt für einen Ausstieg aus der Gewaltspirale.

Betroffene häuslicher Gewalt werden in Schleswig-Holstein nicht allein gelassen, es gibt ein dichtes Netz an Frauenfacheinrichtungen und funktionierenden Netzwerken, die Schutz, Hilfe und Unterstützung bieten. Darüber hinaus unterstützt das bundesweite "Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen" unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung.

Hilfe für Männer

Männer ab 16 Jahren, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexuell missbraucht oder Opfer von von häuslicher und sexueller Gewalt geworden sind, erhalten Hilfe bei der Männerberatung Schleswig-Holstein.

Hilfe für mögliche Täter und Täterinnen

Auch für Männer und Frauen, die befürchten, dass sie gewalttätig werden könnten, gibt es Beratungsangebote. Diese finden Sie auf den Seiten des Verbandes der sozialen Strafrechtspflege. Unter der Telefonnummer 0431 - 26097648 werden Beratungsangebote, Therapien oder Tätertrainings vermittelt.

Weitere Informationen

In Schleswig-Holstein gibt es verschiedene Hilfsangebote für Opfer einer Gewalttat oder für Menschen, die davon bedroht sind. Die Bandbreite reicht von Zuflucht bei unmittelbarer Gefährdung über Beratung bis hin zu psychologischen und psychosomatischen Therapieangeboten. Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen richten sich ausschließlich an Frauen und sind auf geschlechtsspezifische Gewalt spezialisiert. Andere Einrichtungen haben Angebote auch, aber nicht ausschließlich für Frauen und beziehen sich in ihrer Arbeit auch auf andere (nicht geschlechtsspezifische) Formen von Gewalt.

Das landesweite Netwerk KIK verknüpft und optimiert Präventions- und Hilfsmaßnahmen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt. Dadurch sollen die Opfer besser geschützt und Gewaltverursachende zur Verantwortung gezogen werden.

Contra ist eine Beratungsstelle für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind – von Zwangsprostitution, -arbeit und auch von Heiratshandel.

Der Verein "mixed pickles" setzt sich für die Verbesserung der Lebenssituation von Mädchen und Frauen mit Behinderung ein.

Das Ergänzende Hilfesystem (EHS) soll Betroffenen mit Sachleistungen helfen, die in ihrer Kindheit sexuellen Missbrauch im familiären und institutionellen Bereich erlitten haben und noch immer an den Folgewirkungen leiden.

Am 1. Juli 2017 ist bundesweit das Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen in Kraft getreten (kurz: Prostituiertenschutzgesetz, ProstSchG). Mit diesem werden erstmalig alle Bereiche der gewerblichen Prostitution erfasst sowie Rechte und Pflichten für Prostituierte und Prostitutionsgewerbetreibende eingeführt.

Opfer von Straftaten brauchen Unterstützung und Hilfe.