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Kitareform 2020

© Sozialministerium

Prognoseberechnung von Fördersätzen sowie Finanzierungsbeiträgen im Zuge der Kitareform

Stand 19. April 2021

Um die finanziellen Auswirkungen der Kitareform konkret betrachten zu können, stellt das Land entsprechende Prognosetools als Excel-Dateien zum Download zur Verfügung. Mit deren Hilfe können die Fördersätze für die Gruppen in den Einrichtungen und die Finanzierungsbeiträge der Wohnortgemeinden und des Landes berechnet werden.

Wichtiger Hinweis

link Anleitung zum Prognoserechner

Tool 5.0 - Was ist neu?

Anpassung an Tarifabschlüsse zum 1. April 2021

Der in den Fördersätzen und Finanzierungsbeiträgen nach dem Kindertages­förderungsgesetz enthaltene Personalkostenanteil, wird bislang auf Grundlage des Tarifvertrags TVöD-SuE vom 13.09.2005, zuletzt geändert durch Tarifvertrag vom 18.04.2018, berechnet.

Aufgrund des neuen Tarifabschlusses vom 25.10.2020 werden die Tabellenentgelte zum 1. April 2021 um 1,4 % angehoben. Damit steigen die Finanzierungsbeiträge, die Land und Wohngemeinden nach den §§ 51 ff. KiTaG pro gefördertem Kind zu zahlen haben, sowie die Fördersätze, die die örtlichen Jugendhilfeträger an die Standortgemeinden zahlen. Diese Kostensteigerungen wurden in der aktuellsten Version der Berechnungstools umgesetzt. Ab dem Probelauf über die landesweite Kita-Datenbank am 9. April 2021 wird diese Berechnungsvorlage entsprechend berücksichtigt.

Berücksichtigung des Altersgruppenwechsel

Für die Refinanzierung werden die Pauschalsätze pro Kind berücksichtigt. Maßgeblich ist hier das Alter des Kindes am gesetzlichen Stichtag (16. Tag des Monats).

Dabei gibt es folgende Unterscheidungen:

1. Pauschalsatz pro Kind für Kindertageseinrichtungen

  • Unterdreijähriige Kinder (U3)
  • Überdreijähirge Kinder (Ü3)

2. Pauschalsatz pro Kind für Kindertagespflege

Kinder, welche bereits eine Hortbetreuung erhalten, werden als überdreijährige Kinder einsortiert.

Von diesen Pauschalsätzen werden dann die max. Elternbeiträge abgezogen. Hier erfolgt die Berechnung hingegen nach dem Alter des Kindes am 1. Tag des Monats. Hier gibt es diese Unterscheidung:

  • 7,21 Euro pro wöchentlicher Betreuungsstunde für U3-Kinder
  • 5,66 Euro pro wöchentlicher Betreuungsstunde für Ü3-Kinder

Dies betrifft die Kinder, welche im Abrechnungsmonat das dritte Lebensjahr vollenden. Dabei gilt folgende Einsortierung:

  • Kind am 1. Tag des Monats Geburtstag: Spalte Ü3
  • Kind am 2. – 16. Tag des Monats Geburtstag: Spalte Altersgruppenwechsel
  • Nach dem 16. Tag des Monats: Spalte U3

 

In 2021 vier statt bislang zwei Prognosetools

  • Prognosetool für Förderung und Refinanzierung: Tool 5.0 Tarifgesplittet_2021:

In dem Tool "Tarifgesplittet_2021" ist ein gewichteter Mischwert von beiden Tarifen für das Jahr 2021 hinterlegt. Das heißt: 3/12 des bis März 2021 geltenden Tarifs und 9/12 des seit 1. April geltenden Tarifs, damit ein reeller Jahreswert erstellt werden kann. 

  • Prognosetool für Förderung und Refinanzierung: Tool 5.0 Tarif_2021:

Bei dem Tool "Tarif_2021" wurde einizg der aktuell (seit 1. April) geltende Tarif hinterlegt. Somit können entsprechend die Monate ab April 2021 berechnet werden.

 

Technische Hinweise & Anleitung

Mit den Berechnungs-Dateien können die vorgesehenen Fördersätze zur Kita-Finanzierung ebenso berechnet werden wie die von den Wohngemeinden zu leistenden Finanzierungsanteile.

In den Prognose-Dateien sind alle relevanten Kostenparameter und die Durchschnittsfördersätze pro Gruppe bereits voreingestellt und berechnet, so dass lediglich die einrichtungs- bzw. kinderspezifischen Eingaben erfolgen müssen. Alle notwendigen Rechenoperationen werden daraufhin automatisch ausgeführt.

Bitte beachten Sie auch die Hinweise aus der Anleitung zur Nutzung der Berechnungsdateien.

Prognosetools zur Berechnung der Kita-Förderung (für Standortgemeinden): Modellhafte Berechnung von gruppen- und kindbezogenen Fördersätzen

Mit Hilfe des Prognosechners zur Berechnung der Kita-Förderung (Kita-Förderung Tarifgesplittet_2021 oder Kita-Förderung Tarif_2021) kann eine Berechnung der von der Einrichtungsstruktur abhängigen gruppen- oder kindbezogenen Fördersätzen für die Standortgemeinde vorgenommen werden.

Die Höhe der jährlichen Förderung ist von folgenden Faktoren abhängig: Gruppenart und -größe, die Öffnungs- und Schließzeiten, die tatsächliche Anzahl der Kinder bei subjektbezogener Förderung, die Anzahl von Platzreduzierungen (Kinder unter 9 Monate und gegebenenfalls I-Kinder) sowie die Anzahl der Kinder, welche ihren Wohnsitz außerhalb von Schleswig-Holstein begründen und in einer Einrichtung in Schleswig-Holstein betreut.

Eine Gemeinde mit mehreren Einrichtungen kann die Erfassung aller Einrichtungen innerhalb dieser einen Datei vornehmen, die Gruppen müssen lediglich mit dem dazugehörigen Einrichtungsnamen bezeichnet werden. Auch spezifische definierte Sonderfälle können in der Prognoseberechnung berücksichtigt werden.

Weitere Hinweise, was bei der Eingabe zu beachten ist, finden Sie hier in der Kurzanleitung.

Prognosetools zur Berechnung der Refinanzierung (für Wohnsitzgemeinden): Modellhafte Berechnung der Finanzierungsbeiträge der Wohngemeinden am SQKM

Mit dem Prognoserechner zur Refinanzierung (Berechnung Refinanzierung Tarifgesplittet_2021 oder Refinanzierung Tarif_2021) kann der Wert berechnet werden, den Ihre Wohngemeinde an den örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe zu leisten hat. Es muss dabei nach den U3-/Ü3-Angeboten und der individuellen Betreuungszeit in Stunden pro Woche differenziert werden.

Weitere Hinweise, was bei der Eingabe zu beachten ist, finden Sie hier in der Kurzanleitung.