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Hydrologie und Niederschlag

© M. Ruff / grafikfoto.de

Drei Viertel der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Die gesamte Wassermenge beträgt etwa 1,4 Milliarden Kubikkilometer. Mehr als 90% davon sind Salzwasser und nur der geringste Teil (etwa 0,6%) entfällt auf das Süßwasser der Seen, Flüsse und des Grundwassers. Angetrieben von der Sonnenenergie unterliegt Wasser einem ständigen Kreislauf (Wasserkreislauf), indem es verdunstet, in die Atmosphäre aufsteigt und als Niederschlag wieder den Seen, Flüssen, Meeren und dem Grundwasser zufließt. Im Rahmen der Gewässerkunde werden hydrologische Kenngrößen wie Wasserstand, Niederschlagshöhe und Abflussverhalten langjährig untersucht. Diese Daten dienen u. a. der Hochwasservorhersage, der Bemessung von Hochwasserschutzanlagen und geben Aufschlüsse über mögliche Klimaveränderungen.

Hochwasserberichte

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Hochwasserbericht Januar 2018

Anfang Januar 2018 entstand auf der Basis von deutlich erhöhten Niederschlägen im Dezember 2017 ein Hochwasser. Die auslösende Ursache für das Hochwasser waren dann die Niederschläge vom 30.12.2017 bis zum 5.1.2018.

An zahlreichen Pegeln wurde das mittlere Hochwasser zum Teil deutlich überschritten. Die Schwerpunkte des Hochwassers zeigten sich im Kreis Herzogtum-Lauenburg an der Bille und im Einzugsgebiet des Elbe-Lübeck-Kanals, sowie in etwas schwächerem Ausmaß an der oberen Treene, dem Bongsieler Kanal, der Stör und der Trave.

Kurzbericht zum Januar-Hochwasser 2018 (PDF 5MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Hydrologischer Bericht vom Weihnachtshochwasser 2014

Heftige Niederschläge kurz vor Weihnachten 2014 führten in Schleswig-Holstein zu einem der größten Hochwasser der letzten Jahrzehnte.

An mehr als einem Drittel der vom Land betriebenen Pegel wurden die bisherigen Höchstwasserstände überschritten.
Ursache für das Hochwasser waren ergiebige Niederschläge, die in weiten Teilen Schleswig-Holsteins das zwei- bis dreifache des langjährigen Monatsdurchschnitts überschritten. Insbesondere am 22.-23.12.14 fielen mancherorts Niederschlagsmengen, die alleine schon den langjährigen Monatsdurchschnitt erreichten. Die höchsten Niederschlagsmengen wurden im Raum Segeberg registriert. Auch im nördlichen Schleswig-Holstein wurden aufgrund der dort höheren Bodenvorfeuchte sehr hohe Wasserstände erreicht.
Ein besonderes Ausmaß erreichte das Hochwasser an den Gewässern Treene, Bongsieler Kanal, Bramau/Stör, Alster und Trave, so dass in Schleswig-Holstein alle 3 Flussgebietseinheiten von dem Hochwasser betroffen waren. An der Treene wurde am Pegel Treia ein 200-jährliches Ereignis HQ200 erreicht. Das HQ200 wurde ebenfalls an der Jerrisbek, einem Nebengewässer der Treene und im Oberlauf der Lecker Au erreicht. Das HQ100 wurde zusätzlich im Einzugsgebiet der Bramau und an der Krückau (Pegel A23) erreicht.

Bericht zum Weihnachtshochwasser 2014 (PDF 14MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Hochwasserbericht Januar 2012

Ergiebige Niederschläge und westliche Starkwinde führten im Januar 2012 zu Hochwasser in den Binnengewässern.

An 45 Pegeln des HSI-Binnenmessnetzes traten extreme Wasserstände auf, die deutlich über dem mittleren Hochwasser lagen.
An der Mehrzahl dieser Pegel lag das Wiederkehrintervall der Abflussscheitel unter 20 Jahren.
Hinsichtlich der Verweildauern und Scheitelwerten entspricht das Hochwasser 2012 dem Hochwasser von Oktober / November 1998.

Binnenhochwasser im Januar 2012 (PDF 2MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Hochwasser im Januar 2012 - Anlage 1: Wasserstände (PDF 89KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Hochwasser im Januar 2012 - Anlage 2: Abflüsse (PDF 61KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Hochwasserbericht Februar 2011

Anfang Februar 2011 kam es im gesamten Land südöstlich des Nord-Ostsee-Kanals zu erhöhten Wasserständen, die bedingt durch ergiebige Niederschläge vom 4.-6.2.2011 auftraten.

Der Schwerpunkt des Niederschlaggeschehens lag in einem Gebiet zwischen Bordesholm und Bad Segeberg; dabei betrug die Niederschlagssumme über drei Tage maximal 83,5 mm.
Im Vorlauf lagen die Wasserstände bei Mittelwasser und stiegen infolge des Niederschlages fast überall südöstlich des Nord-Ostsee-Kanals über das mittlere Hochwasser an. An 7 Pegeln wurde das HHW überschritten.

Bericht zum Hochwasser Februar 2011 (PDF 6MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Hochwasserbericht März 2010

Anfang März 2010 kam es landesweit zu erhöhten Wasserständen.

Das Hochwasser wurde durch das Abschmelzen einer teilweise bis zu 40 cm hohen Schneedecke verursacht, die mit Niederschläge in der Größenordnung von 15 mm einhergingen. Das Niederschlagsäquivalent als Summe des Niederschlags und des Wasseräquivalents der abschmelzenden Schneedecke lag für den Zeitraum 26.2.-2.3.10 bei bis zu 100 mm.
Die Wasserstände erreichten fast überall ein Niveau oberhalb des mittleren Hochwassers, blieben in der Regel aber deutlich unter den Scheitelwasserständen der Hochwasser Oktober/November 1998, Februar 2002 und Juli 2002 zurück. Lediglich im nördlichen Landesteil, an Treene, Sorge und den Nebengewässern der Schlei wurden Wasserstände erreicht, die an die aufgeführten Hochwasser bis auf 10 cm heranreichten.

Schneeschmelzehochwasser 2010 (PDF 750KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Weitere Berichte

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Hydrologischer Zustandsbericht Juni 2020

Der hydrologische Zustandsbericht (08.06.2020) des Landesamts für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume betrachtet nach den außergewöhnlichen Monaten Februar bis Mai 2020 die Auswirkungen von meteorologischen Parametern (zum Beispiel Niederschlag) und der Bodenfeuchte auf Wasserstand und Abfluss in den Gewässern sowie auf die Grundwasserstände bis Anfang Juni 2020.

Der Februar 2020 war der niederschlagsreichste Februar seit Aufzeichnungsbeginn 1880. Danach sorgte der trockene März und insbesondere die lange Trockenperiode des April bereits Anfang Mai 2020 für eine ungewöhnliche hydrologische Situation, die sich durch den weiteren regenarmen Monat Mai verstärkte. Zwar lagen die Wasserstände der Gewässer im Vergleich mit den Hauptwerten des hydrologischen Jahres nur bedingt auf einem niedrigen Niveau, im Vergleich mit den für den Mai zu erwartenden Wasserständen waren die Pegelstände aber vielerorts sehr niedrig.

Hydrologischer Zustandsbericht (PDF 3MB, Datei ist nicht barrierefrei)