Landesportal Schleswig-Holstein

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Dänemark (Zusammenarbeit)

© M. Staudt / grafikfoto.de

Die deutsch-dänische Zusammenarbeit ist ein wichtiger politischer Schwerpunkt der Landesregierung. Dafür stehen unter anderem die Partnerschaft mit der Region Syddanmark, die Interreg-Projektkooperation sowie die etablierte Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene in der Region Sønderjylland-Schleswig.

"Dänemark ist einer der wichtigsten Partner für Schleswig-Holstein", betonte Ministerpräsident Daniel Günther bei einem Treffen mit der dänischen Regierungschefin Mette Federiksen im Januar 2020 in Kopenhagen. "Das Verhältnis von Dänen und Deutschen ist von einer echten und aufrichtigen Freundschaft geprägt. Schleswig-Holstein und Dänemark wollen diese guten Beziehungen weiter ausbauen und vertiefen". Derzeit erarbeiten die Regierungen von Dänemark und Schleswig-Holstein eine gemeinsame Ministererklärung zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit.

Jubiläumsjahr 2020

Ein Mann und eine Frau schütteln einander die Hand. Gemeinsam mit der kleinen Charlotte begrüßte Ministerpräsident Daniel Günther die dänische Königin Margrethe II. vor Haus B. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Im September 2019 besuchte die dänische Königin Margrethe II. Schleswig-Holstein. © dpa

Zu einer weiteren Vertiefung der Beziehungen trägt auch das "Deutsch-Dänische Jubiläumsjahr 2020" bei. Anlass ist das 100-jährige Jubiläum der Volksabstimmungen von 1920, in denen Deutsche und Dänen in zwei Wahlgängen über den noch heute bestehenden Grenzverlauf entschieden und damit auch den Grundstein für das friedliche Zusammenleben in der Region gelegt haben.

Zusammen mit der Kopenhagener Erklärung von 1955 wurde damit ein tiefgreifender Wandel eingeleitet: In der Grenzregion wird heute grenzübergreifend gehandelt, gearbeitet und gelernt. Deutschland und Dänemark sind heute wichtige Partner und enge Nachbarn unter dem gemeinsamen Dach der Europäischen Union. Die Grenzregion der Gegenwart ist jenseits der globalen Corona-Pandemie im Alltag eine dynamische Region, in der Dänen und Deutsche ganz alltäglich die Grenze überqueren. "Das Zusammenleben, besonders im deutsch-dänischen Grenzland, ist der Erfolg der Vielen, die das Gemeinsame in ihrem Alltag gelebt haben und leben", sagt Ministerpräsident Günther.

Weitere Informationen zum Jubiläum der Volksabstimmungen von 1920

Modell Minderheitenpolitik

Die Minderheitenpolitik hat für Schleswig-Holstein einen hohen Stellenwert und gilt auch im europäischen Rahmen als vorbildlich für ein friedliches Zusammenleben. Deshalb hat Kulturministerin Karin Prien gemeinsam mit Vertreter:innen der Minderheitenorganisationen und des Bundes im März 2020 einen Antrag gestellt, das deutsch-dänische Minderheitenmodell in das Register guter Praxisbeispiele der UNESCO aufzunehmen. "Das Grenzland ist ein vorbildlicher Raum kultureller Vielfalt und grenzüberschreitender Kooperationen", sagte Prien. Hier würden die jeweiligen nationalen Eigenheiten des anderen geschätzt, geachtet und geliebt. Der Zwischenstaatliche Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe entscheidet Ende 2021 über den Antrag.

Weitere Informationen zur Minderheitenpolitik im Land

Fortschreibung Kulturvereinbarung

 Ein weiterer wichtiger Baustein für die kulturelle Vertiefung der deutsch-dänischen Beziehungen ist die Kulturvereinbarung Sønderjylland-Schleswig. Sie bildet die gemeinsame Grundlage für eine deutsch-dänische Plattform zur regionalen Zusammenarbeit in der Kultur. Partner in dem Projekt sind die Stadt Flensburg, die Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg sowie die dänischen Kommunen Haderslev, Sønderborg, Tønder und Aabenraa. Die Kulturvereinbarung läuft Ende 2020 aus, derzeit laufen die Vorbereitungen zur Fortschreibung bis 2024.

Weitere Informationen zur Kulturvereinbarung Sønderjylland-Schleswig

Zusammenarbeit mit den dänischen Regionen Syddanmark und Sjælland (Seeland)

Die Region Syddanmark ist bis heute der Premiumpartner in der deutsch-dänischen Zusammenarbeit des Landes. Im März 2017 haben beide Partner eine stärker strategisch ausgerichtete "Gemeinsame Erklärung über die Fortführung der regionalen Zusammenarbeit" unterzeichnet. Während seiner Sommerreise durch die Grenzregion traf Ministerpräsident Günther im Juni 2020 die Vorsitzende der Region Syddanmark, Stephanie Lose und vereinbarte eine weitere enge Zusammenarbeit.

Im Februar 2017 haben Schleswig-Holstein und die Region Sjælland (Seeland) erstmals eine förmliche bilaterale Zusammenarbeit vereinbart. In der "Gemeinsamen Erklärung über die regionale Zusammenarbeit" haben sich beide Partner die weitere Entwicklung auf der Fehmarnbeltachse zum Ziel gesetzt. Auf dänischen Wunsch ist Ende November 2018 ein revidierter gemeinsamer "Handlungsplan 2019/2020" zur Zusammenarbeit unterzeichnet worden, der die Kooperationsfelder Gesundheitsversorgung/-innovation, Bildung (Fachkräfte) und Regionaler ÖPNV in den Mittelpunkt stellt.

Mehr lesen zur Zusammenarbeit mit Syddanmark

Mehr lesen zur Zusammenarbeit mit Sjælland

Feste Fehmarnbeltquerung

Tunnelportal der Festen Fehmarnbeltquerung (Grafik) Tunnelportal der Festen Fehmarnbeltquerung (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Tunnelportal der Festen Fehmarnbeltquerung (Grafik). © Femern A/S

Dänemark und Deutschland planen den Bau einer festen Querung des Fehmarnbelts. Mit einer Länge von 17,6 Kilometer wird der geplante Tunnel zwischen der schleswig-holsteinischen Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland der bisher längste kombinierte Eisenbahn- und Straßentunnel sein. Damit wird eine natürliche Barriere überwunden und die letzte große Lücke im grenzüberschreitenden Verkehrsnetz Nordeuropas geschlossen. Die neue Verbindung verkürzt die Zugfahrt von Hamburg nach Kopenhagen um fast die Hälfte auf rund zweieinhalb Stunden, Autofahrer:innen sparen rund 160 Kilometer Umweg über Jütland ein.

Weitere Informationen zur festen Fehmarnbeltquerung

Kooperation "Jütlandkorridor" (Jyllandskorridoren)

Seit Herbst 2013 arbeiten Hamburg, Schleswig-Holstein, die drei dänischen Regionen Syddanmark, Midtjylland und Nordjylland sowie die dänischen Großkommunen Aarhus und Aalborg daran, die grenzüberschreitende Kooperation entlang der "Jütlandachse" auszubauen. Ende 2017 startete das gemeinsame Interreg-Nordseeprojekt "Northern Connections" zur Stärkung der Zusammenarbeit im Energiesektor. Inzwischen besteht Northern Connection aus einem Verbund von 22 Clustern, Städten, Regionen und Wissensinstitutionen.

Weitere Informationen zum Jütlandkorridor

Fortschreibung Interreg

In der laufenden EU-Förderperiode 2014–2020 stehen die drei INTERREG-Programme "Deutschland-Danmark", "Ostseeregion" und "Nordseeregion" zur Verfügung. Das Interreg-Programm "Deutschland-Danmark" ist seit langem das zentrale Instrument für die projekt-bezogene deutsch-dänische Zusammenarbeit. Die Förderperiode des Interreg 5A-Programms zwischen Deutschland und Dänemark geht dieses Jahr offiziell zu Ende, viele Projekte werden jedoch erst Mitte 2023 abschließen und bis zum Abschluss durch das Land begleitet. In der Europäischen Union laufen die Vorbereitungen für das Folgeprogramm 6A ab 2021. Für die Landesregierung stellt die Programmierung des neuen Interreg-Programms eine hohe inhaltliche Priorität im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Dänemark dar.

Weitere Informationen zum Interreg 5A-Programms für den Zeitraum 2014-2020

Handlungsplan 2020

Die Landesregierung hat Anfang 2015 erstmals einen „Rahmenplan für die deutsch-dänische Zusammenarbeit des Landes“ vorgelegt. Mit diesem Rahmenplan hat die Landesregierung unterstrichen, dass die Zusammenarbeit nicht nur einer der Schwerpunkte der Europapolitik ist, sondern auch in weiten Bereichen der Landespolitik eine herausragende Bedeutung besitzt. Der Rahmenplan wird momentan zu einem neuen Handlungsplan erweitert. Unter anderem ist beabsichtigt, die Pendlerförderung im Grenzland zu optimieren.

Deutsch-dänische Zusammenarbeit - Rahmenplan in deutscher Sprache (PDF 3MB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Aus dem Archiv: 150.000 Euro für die Pendlerberatung (Meldung vom 10. September 2020)

STRING-Netzwerk

STRING ist ein Kooperationsforum, welches aus Ländern, Kreisen und Kommunen von Hansestadt Hamburg via Fehmarn-Belt (Schleswig-Holstein und der dänischen Region Sjælland), Kopenhagen bis nach Oslo und Göteborg besteht. Ein besonderer inhaltlicher Fokus liegt auf nachhaltige Infrastruktur- und Wirtschaftsentwicklung entlang dieser Achse. Von Februar 2020 bis Herbst 2021 hat Schleswig-Holstein den Vorsitz der STRING-Kooperation und wird dabei von Europaminister Claussen vertreten.

Weitere Informationen zum STRING-Netzwerk

Weitere Informationen

Jährlicher Arbeitsplan 2017/2018 - für die Zusammenarbeit zwischen der Region Süddänemark und dem Land Schleswig-Holstein - dänische Version

Jährlicher Arbeitsplan 2017/2018 - für die Zusammenarbeit zwischen der Region Süddänemark und dem Land Schleswig-Holstein - deutsche Version

Fælles dansk-tysk erklæring i 60-året for København-Bonn erklæring

Gemeinsame Deutsch-Dänische Erklärung zum 60. Jahrestag der Bonn-Kopenhagener Erklärungen

Die deutsch-dänische Zusammenarbeit ist seit langem eine feste Grundkonstante der schleswig-holsteinischen Landespolitik. Anlässlich der Landtagssitzung am 22. Januar 2015 hat die Europaministerin dazu eine Regierungserklärung abgegeben, die Sie an dieser Stelle herunterladen können.