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Windenergie
Flächenplanung

Staatskanzlei

Planentwurf veröffentlicht

Kabinett beschließt Landesentwicklungsplan Wind und startet vierte begrenzte Anhörung zu den Regionalplänen

Windkraftanlage im ländlichen Raum Windkraftanlage im ländlichen Raum (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Windenergieanlagen findet man in Schleswig-Holstein nur auf einem kleinen Teil der Landesfläche. © M. Staudt / www.grafikfoto.de

Nach der Zustimmung des Schleswig-Holsteinischen Landtages hat die Landesregierung am 15. September 2020 die Teilfortschreibung Wind des Landesentwicklungsplans beschlossen. Zugleich informierte die Innenministerin das Kabinett, dass über 100 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 385 Megawatt in Schleswig-Holstein im ersten Halbjahr 2020 eine Ausnahme vom Moratorium erhalten haben. Der erforderliche Zubau zur Erreichung der Energiewendeziele bis 2025 liegt demgegenüber bei etwa 500 Megawatt jährlich.

344 Vorranggebiete geplant

Auch die noch ausstehenden drei Regionalpläne Windenergie hat das Kabinett weitgehend bestätigt. Nach Auswertung der dazu eingegangenen gut 3.000 Stellungnahmen blieben rund 840 Entscheidungen zu den 967 Windpotenzialflächen im Land unverändert. Die Landesregierung plant nun 344 Vorranggebiete Windenergie mit etwa 32.075 Hektar, das entspricht 2,03 Prozent der Landesfläche. Im Vergleich zum vorangegangenen Entwurf bedeutet dies einen Nettogewinn von etwa 124 Hektar. Etwa zwei Drittel der Potenzialflächen für Windenergie werden aufgrund von Abwägungskriterien weiterhin von der Windkraftnutzung ausgeschlossen, vor allem zum Schutz der Wohnbebauung.

Planunterlagen nun einsehbar

Die Landesregierung hat das Ziel, die Pläne noch vor Ablauf des Moratoriums am 31. Dezember unter Dach und Fach zu bringen. Eine vierte Öffentlichkeitsbeteiligung wird ausdrücklich auf die geänderten Teile der Regionalpläne beschränkt. Sämtliche Unterlagen können ab sofort in BOB SH eingesehen werden. Eine Stellungnahme ist möglich, sobald die Öffentlichkeitsbeteiligung nach Bekanntmachung im Amtsblatt startet, ab 24. September 2020. Die Frist zur Stellungnahme wird einem Monat, also am 23. Oktober 2020, enden.

BOB-SH

Zukunft der Energieversorgung

Der gewachsene Anlagenbestand wird im Plankonzept berücksichtigt. Im dritten Planentwurf befinden sich von den 3.200 Bestandsanlagen 2.205 innerhalb der Kulisse der zukünftigen Vorranggebiete. In den Vorranggebieten ist nicht nur ein Zubau möglich, sondern auch ein langfristiges Repowering. Hieraus erwartet die Landesregierung den wesentlichen Beitrag zur Erreichung der energiepolitischen Ziele.

Entlastung durch Rückbau von Altanlagen

Außerhalb der zukünftigen Vorranggebiete liegen 995 Bestandsanlagen, die auf den technischen Bestandsschutz beschränkt sind. Mittelfristig müssen diese Altanlagen abgebaut werden. Gerade in den stärker belasteten Regionen Schleswig-Holsteins ergibt sich dadurch eine Entlastung der Bevölkerung.

Größere Änderungen der Gebietskulisse zum vierten Entwurf beschränken sich auf 5 gestrichene und 8 neu hinzugekommene Vorranggebiete. An weiteren 100 Vorranggebieten wurden überwiegend kleinteilige Änderungen vorgenommen.

Weitere Informationen zur Öffentlichkeitsbeteiligung

Gesamträumliches Plankonzept