Landesportal Schleswig-Holstein

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Netzausbau

© M. Staudt (grafikfoto.de)

Neue Stromleitungen für die Energiewende

Schleswig-Holstein ist ein Pionierland der Windenergie. Früher als anderswo hat sich hier im Lande gezeigt, dass der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Aufbau eines klimafreundlichen Strom- und Energiesystems mit dem Ausbau der Stromnetze einhergehen muss.

Karte Leitungsnetzinfrastruktur Strom - Entwurf zum Landesentwicklungsplan Schleswig-Holstein, Stand Oktober 2020 Karte Leitungsnetzinfrastruktur Strom (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Karte Leitungsnetzinfrastruktur Strom - Entwurf zum Landesentwicklungsplan Schleswig-Holstein, Stand Oktober 2020 © Innenministerium Schleswig-Holstein

Durch die guten Windbedingungen bei uns im Lande können wir in Schleswig-Holstein mehr Windstrom erzeugen als wir hier selbst verbrauchen. Unser klimafreundlicher Strom wird in den Metropol- und Verbrauchsregionen dringend benötigt, um perspektivisch immer größere Anteile von Atom- und Kohlestrom zu ersetzen.

Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat die große Bedeutung des Stromnetzausbaus für die Energiewende früh erkannt. Sie hat schon 2010 in Kooperation mit den Betreibern der Stromnetze in Schleswig-Holstein und einem Kreis weiterer Akteure im Land eine Netzentwicklungsinitiative ins Leben gerufen. Seither setzen wir uns kontinuierlich und engagiert für den zügigen und dialogorientierten Um- und Ausbau der Stromnetze ein. Ziel ist es, Netzengpässe zu beheben, mehr Strom einzuspeisen und die Kosten für Einspeisemanagement zu verringern.



Stromnetzausbau im Übertragungsnetz

In Schleswig-Holstein wird das Höchstspannungs-Übertragungsnetz an vielen Stellen ausgebaut. Wichtige Netzausbau-Vorhaben sind die 380-kV-Drehstromleitungen West- und Ostküstenleitung, die sogenannte Mittelachse, eine 380-kV-Verbindung nach Dänemark, die im Oktober 2020 den Betrieb aufgenommen hat, sowie die Gleichstromleitungen Südlink, eine Nord-Süd-Verbindung zwischen Schleswig-Holstein und Bayern bzw. Baden-Württemberg, die vorrangig als Erdkabel geplant wird, und Nordlink, eine Seekabelverbindung nach Norwegen.

Zuständig für die Genehmigungsverfahren für die Mittelachse, die West- und die Ostküstenleitung ist das Amt für Planfeststellung Energie Schleswig-Holstein. Das Genehmigungsverfahren für die bundesländerübergreifende Gleichstromleitung SüdLink führt die Bundesnetzagentur. Die Bundesnetzagentur ist auch zuständig für die Bedarfsprüfung im mehrstufigen Verfahren der bundesweiten Stromnetzplanung. Planungsverantwortlicher Übertragungsnetzbetreiber für Höchstspannungsstromleitungen in Schleswig-Holstein ist die TenneT TSO GmbH.

Planung im Dialog

Dialogprozesse zur Ost- und Westküstenleitung

Dialogprozess Ostküstenleitung

Dialogprozess Westküstenleitung

Neue Stromleitungen sind wesentlich für das Gelingen der Energiewende. Sie haben aber auch Auswirkungen auf die Umwelt, Natur und das Lebensumfeld der Menschen, die in der unmittelbaren Nähe von Hoch- und Höchstspannungsleitungen wohnen, arbeiten oder Urlaub machen. Die Landesregierung Schleswig-Holstein setzt daher auf den frühzeitigen Dialog bei der Planung neuer Stromleitungen in Kooperation mit den planungsverantwortlichen Netzbetreibern.

Das Energiewendeministerium Schleswig-Holstein hat umfangreiche, frühzeitige Dialogprozesse zur Westküstenleitung (2013 / 2018-2020) und zur Ostküstenleitung (2014-2016) gemeinsam mit den Netzbetreibern TenneT TSO Gmbh und Schleswig-Holstein Netz AG durchgeführt (weitere Informationen und Dokumentation der Dialogprozesse siehe Kasten rechts).

Stromnetzausbau im Verteilnetz

Die Stromnetze werden neben dem Übertragungsnetzausbau zudem auf den Verteilnetzebenen umfangreich ertüchtigt und ausgebaut. Den Netzausbauplan für das 110-kV-Hochspannungsnetz in Schleswig-Holstein und einen Überblick über aktuelle und geplante Maßnahmen im Verteilnetz finden Sie auf der Website der Schleswig-Holstein Netz AG.