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Landespolizei Schleswig-Holstein

Landespolizei Schleswig-Holstein

Die Analyse des Fahrradverkehrs in Schleswig-Holstein für das Jahr 2020 belegt, dass dieser seit dem Jahr 2009 kontinuierlich gestiegen ist.

Verunglückter Radfahrer bei einem Zusammenstoß mit einem LKW. Ersthelfer sind im Einsatz. ©Landespolizei Schleswig-Holstein

Gerade in den Städten, in denen die Hälfte aller Fahrten des motorisierten Individualverkehrs kürzer als 5 km sind, ist eine weitere Erhöhung der Radverkehrsstärken aus gesundheitlichen, zeitlichen, wirtschaftlichen und/oder ökologischen Intensionen wahrscheinlich.

Die Gesamtzahl aller polizeilich aufgenommenen Verkehrsunfälle in SH betrug im Jahr 2020 17.062 (-10,8 %) VU.

Die Anzahl der Verkehrsunfälle, an denen Radfahrer im Jahr 2020 beteiligt waren, ist dagegen die höchste seit Auswertung dieser Verkehrsteilnehmer. Mehr als jeder vierte (27,8 %) von der Polizei aufgenommene Verkehrsunfall war ein Fahrradunfall. Bei den Verunglückten haben die Fahrradfahrer einen Anteil von 32,7 %. Jeder dritte im Straßenverkehr Verunglückte war ein Fahrradfahrer.

Der Anstieg der Fahrradunfälle ist alleine auf die Verkehrsunfälle mit Pedelecs, die mit einem tretabhängigen Hilfsantrieb bis 25 km/h ausgestattet sind, zurückzuführen. Während die Anzahl der Verkehrsunfälle mit konventionellen Fahrrädern um -2,4 % gesunken ist, wurden 986 Pedelec-Unfälle (+35,1 %) aufgenommen. Dabei sind 954 Pedelec-Fahrer verunglückt (+40 %), sechs Pedelec-Fahrer erlitten tödliche Verletzungen.

Es verunglückten 3.944 (-0,4 %) Fahrradfahrer leicht und 606 (+6,4 %) schwer. 16 Fahrradfahrer wurden tödlich verletzt. Neun der getöteten Radfahrer waren Senioren ab 65 Jahren; sechs davon über 75 Jahre. Sechs Getötete fuhren ein Pedelec; vier davon waren Senioren, von denen drei über 85 Jahre alt waren.

Die warmen Sommermonate zwischen Mai und September sind die unfallträchtigsten.

JahrLeichtverletzteSchwerverletzteTote
20203.94460616
202129356

Anzahl der Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern 2021: 389

Stand: 06.04.2021

Hauptunfallursachen bei von Radfahrern verursachten Verkehrsunfällen sind

  • falsche Fahrbahnbenutzung,
  • nicht angepasste Geschwindigkeit,
  • Vorfahrtsmissachtungen,
  • Fehler beim Einfahren in den fließenden Verkehr sowie
  • Fahrten unter Alkoholeinfluss.

Hauptunfallursachen bei von Pkw-Fahrern verursachten Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Radfahrern sind

  • Fehler beim Abbiegen,
  • Vorfahrtsmissachtungen,
  • Fehler beim Einfahren in den fließenden Verkehr sowie
  • beim Ein- und Aussteigen.

Die Landespolizei Schleswig-Holstein wird Fehlverhalten, das zu diesen Verkehrsunfällen führt, durch gezielte Verkehrsüberwachungsmaßnahmen entgegenwirken, um die Unfallzahlen zu senken und damit die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen.

Nehmen Sie Rücksicht aufeinander!


Ihre Landespolizei Schleswig-Holstein


FAQ „Unterwegs mit dem Rad“

Bildcollage: Radfahrer fährt freihändig; Radfahrer fährt mit beiden Händen am Lenker  

Wir erhalten per mail oder über die Social Media Kanäle regelmäßig Fragen zum Thema Verkehrssicherheit und Fahrrad. Diese Fragen haben wir gesammelt und an unsere Kollegen der Verkehrsunfallprävention weitergegeben. In dem nachfolgenden Artikel finden Sie die gestellten Fragen und die dazu passenden Antworten unserer Experten.

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