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Landespolizei Schleswig-Holstein

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Pinneberg – Öffentlichkeitsfahndung nach Raubtaten in 2017 und 2020

Die Polizei fahndet nach dem Täter

Am 20.02.20 kam es in Pinneberg zu einem Raubüberfall auf ein 75-jähriges Ehepaar. Die drei Täter fesselten das Ehepaar im Keller ihres eigenen Hauses, um das Haus zu durchsuchen. Sie entwendeten Schmuck.

Der 75-jährige Pinneberger konnte sich und seine Frau selbst befreien und die Polizei alarmieren.

Beschuldigter Pio R. (Raub-Tat aus 2020) © Fahndungsbild LKA

Im Rahmen intensiver Ermittlungen der Kriminalpolizei Pinneberg erhärtete sich der Tatverdacht gegen den 46-jährigen Pio R. aus Hildesheim. Spezialkräfte der Polizei Niedersachsen nahmen den Mann am 04. Juni 2020 in Hannover vorläufig fest. Er war erst im Januar 2020 nach einer mehrjährigen Haftstrafe wegen unterschiedlicher Eigentumsdelikte aus dem Gefängnis entlassen worden. Er befindet sich nach wie vor in Haft.

Darüber hinaus fanden die Ermittler bei einer Durchsuchung gefälschte Ausweise, die den Tatverdächtigen als Polizeibeamten oder Straßenbauamtsmitarbeiter auswiesen.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen ergab sich ein möglicher Tatzusammenhang zu einer weiteren Tat aus dem Jahr 2017 am selben Tatort, bei der ebenfalls das genannte Ehepaar betroffen war.

Am 30.05.2017 gaben sich drei Männer in zivil als Polizisten aus und stahlen bei einer "Hausdurchsuchung" Schmuck. Gegen 10.00 Uhr klingelte es an einer Haustür in der Straße "Beim Ratsberg." Das dort wohnhafte Ehepaar öffnete und sah sich drei Männern gegenüber, die vorgaben, Polizeibeamte zu sein und einen Haftbefehl zu haben. Während zwei der Männer auf das Ehepaar aufpassten, gab der Dritte vor, die Wohnung durchsuchen zu müssen. Kurze Zeit später verließen die angeblichen Polizisten das Haus und entwendeten Schmuck. 

Mit der gleichen Vorgehensweise agierten Täter in Grömitz (19.06.2017) und in Teugn (Bayern) (11.07.2017).

Derzeit ist die Identität der weiteren Täter unklar. Der 46-jährige Festgenommene scheidet für die Taten aus 2017 aus, da er sich zu dieser Zeit in Haft befand.

Phantombild des Wortführers bei einer Paralleltat (2017) in Teugn, Bayern © Fahndungsbild LKA

Zwischenzeitlich liegt ein Phantombild des mutmaßlichen Haupttäters aus den Überfällen aus 2017 vor.

Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat eine Belohnung über bis zu 2.500 Euro ausgelobt.

Die Beamten bitten um Hinweise, wo der Festgenommene und die auf dem Phantombild abgebildete Person möglicherweise noch in Erscheinung getreten sind. Wer kann weiterhin Angaben zur Identität des Mannes auf dem Phantombild machen?

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Pinneberg unter 04101 2020 entgegen.