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Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

© M. Staudt/grafikfoto.de

Informationen zu einem Wolf im Grenzgebiet zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein im Raum Lübeck

Datum 09.05.2019

FLINTBEK. Im April 2019 kam es bei Herrnburg im Landkreis Nordwestmecklenburg in unmittelbarer Nähe der Hansestadt Lübeck zu mehreren Nahbegegnungen mit einem Wolf. Spaziergänger mit Hunden haben den Behörden berichtet, dass sich ihnen ein Wolf bis auf wenige Meter genähert habe. Der Wolf sei nicht aggressiv gewesen, habe sich aber auch nicht vertreiben lassen und ein hartnäckiges Interesse an den mitgeführten Hunden gezeigt. Das Verhalten dieses Wolfes wurde durch die zuständigen Naturschutzbehörden als auffällig eingestuft und es wird gegenwärtig geprüft, inwieweit Maßnahmen zur Vergrämung dieses Wolfes ergriffen werden müssen.

Spaziergänger im betreffenden Bereich werden gebeten, ihre Hunde an der Leine zu führen. Damit sich der Wolf in keinem Fall weiter an den Menschen gewöhnt, darf insbesondere keine Fütterung erfolgen – es wird in diesem Zusammenhang auf die dahingehenden Verbote des 28 c des Landesnaturschutzgesetzes hingewiesen. Dies gilt auch für eine indirekte Fütterung, beispielsweise durch liegengelassene Speisereste oder sogenannte Hundeleckerlies. Bei der Sichtung eines Wolfes sollten sich Spaziergänger dem Tier nicht annähern. Sollte sich das gesichtete Tier von sich aus annähern, wird dazu geraten, es aktiv durch Lärm zu vergrämen und sich unverzüglich - aber ruhig - aus dem betreffenden Gebiet zurückzuziehen.

Entsprechende Beobachtungen sollten sofort der Wolfshotline des Landes (0 174 / 63 30 335) gemeldet werden. Es wird auch darum gebeten, etwaige Fotos oder Videos aus solchen Beobachtungen dem schleswig-holsteinischen Wolfsmanagement zur Verfügung zu stellen. Diese Hinweise ermöglichen die Eingrenzung des Gebiets und die genauere Einschätzung des Vorfalls.

 

Ein weiteres Ergebnis ist uns gestern aus dem Senckenberg-Institut übermittelt worden: beim Totfund eines Wolfes (Verkehrsunfall) vom 21.04.19 auf der A1 bei Bad Oldesloe im Landkreis Stormarn ist die Fähe GW1222 f nachgewiesen. Sie ist erstmalig in SH individuell nachgewiesen worden, das Herkunftsrudel ist noch unbekannt.


Verantwortlich für diesen Pressetext: Martin Schmidt, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Hamburger Chaussee 25, 24220 Flintbek | Telefon 04347 704-243 | Telefax: 04347 704-702 | E-Mail: martin.schmidt@llur.landsh.de | www.llur.schleswig-holstein.de