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Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

© M. Staudt/grafikfoto.de

Weitere Rissvorfälle in den Kreisen Dithmarschen und Schleswig/Flensburg aufgeklärt

Datum 07.06.2018

FLINTBEK. In zwei weiteren Fällen konnten Wölfe als Verursacher von Nutztierrissen in Schleswig-Holstein identifiziert werden: Das belegen die aktuellen Untersuchungsergebnisse des Senckenberg Forschungsinstituts in Gelnhausen bei Frankfurt, dem nationalen Referenzzentrum für genetische Untersuchungen an Wolf und Luchs.

Am 8. Mai 2018 wurde dem schleswig-holsteinischen Wolfsmanagement ein Rissvorfall aus der Dithmarscher Gemeinde Elpersbüttel gemeldet. Dort waren zwei Schafe getötet und zwei weitere Tiere so schwer verletzt worden, dass sie durch einen Tierarzt euthanasiert werden mussten. Genetische Untersuchungen ergaben nunmehr, dass ein Wolf diesen Vorfall verursacht hat. Im Rahmen eines weiteren Vorfalls am 15. Mai 2018 bei Tetenhusen im Kreis Schleswig/Flensburg wurden insgesamt drei Schafe getötet. Auch hier konnte als Verursacher zweifelsfrei ein Wolf ermittelt werden.

In beiden Fällen wurde der Wolf dem in Mitteleuropa weitverbreiteten genetischen Haplotyp HW01 (Genkomplex) zugeordnet. Eine genauere Ermittlung der Herkunft der Wölfe ist aufgrund dieser Ergebnisse noch nicht möglich. Unter Umständen werden in den nächsten Tagen weitergehende Untersuchungen des Senckenberg-Instituts dahin gehende Informationen liefern können.

Die betroffenen Tierhalter werden durch das schleswig-holsteinische Umweltministerium über die Untersuchungsergebnisse informiert und können nun den finanziellen Ausgleich der ihnen entstandenen Schäden beantragen.

Es handelt sich um den 65. und 66. sicheren Wolfsnachweis in Schleswig-Holstein nach dem ersten Auftreten eines wildlebenden Wolfes im Jahr 2007.


Verantwortlich für diesen Pressetext: Martin Schmidt, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Hamburger Chaussee 25, 24220 Flintbek | Telefon 04347 704-243 | Telefax: 04347 704-702 | E-Mail: martin.schmidt@llur.landsh.de | www.llur.schleswig-holstein.de