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Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

© M. Staudt/grafikfoto.de

Wolfsnachweis bei Großenaspe im Kreis Segeberg

Datum 22.05.2018

FLINTBEK/KIEL. Am 19. Mai 2018 wurde auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche in der Gemeinde Großenaspe im Kreis Segeberg ein Wolf nachgewiesen.

Das Tier wurde in der Abenddämmerung von einer Jagdkanzel aus während eines abendlichen Ansitzes mit einer Videokamera gefilmt. Das Filmmaterial wurde am 21. Mai durch den Beobachter dem schleswig-holsteinischen Wolfsmanagement zugeleitet. Der für Schleswig-Holstein zuständige Experte, Herr Dr. Norman Stier von der TU Dresden, ordnete den Nachweis der Kategorie C 1 „Eindeutiger Nachweis“ zu. Es handelt sich um den 59. Nachweis eines Wolfes seit dem Wiederauftreten der Art in Schleswig-Holstein im Jahr 2007.

Bereits am 9. Mai 2018 war in der direkt südlich an Großenaspe angrenzenden Gemeinde Hasenmoor ein Wolf mit Hilfe einer Wildkamera nachgewiesen worden. Ob es sich bei beiden Beobachtungen um dasselbe Tier handelt, kann nicht sicher gesagt werden, da bislang kein genetisches Material aus der Region sichergestellt werden konnte, es ist aber durchaus möglich.

Gegenwärtig wandern die von ihren Ursprungsrudeln sich lösenden jungen Wölfe, um für sich geeignete Lebensräume und Partner zu finden. Dabei legen sie teils sehr große Strecken in kurzen Zeiträumen zurück. Bislang haben sich Wölfe nur für kurze Zeit in Schleswig-Holstein aufgehalten und haben sich dann entweder weiter Richtung Dänemark bewegt oder sind wieder in ihre Ausgangsräume (z.B. Mecklenburg-Vorpommern) zurückgekehrt. Zwischen dem 26. Februar und diesem jüngsten Nachweis am 19. Mai gelangen im Jahr 2018 bislang neun eindeutige Wolfsnachweise, die insgesamt zehn Tiere beinhalteten.

Hier noch ein Hinweis zu der am letzten Freitag vielfach fälschlich gemeldeten Verursacherzuschreibung für die Rissvorfälle in Dithmarschen zwischen dem 4. und 13. Mai: hier steht der Verursacher noch nicht fest!

Karte der Wolfsnachweise in Schleswig-Holstein: Monitoringjahr 2018/2019 (PDF 2MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Tabellen der Wolfsnachweise Schleswig-Holstein nach Messtischblatt und Datum (PDF 335KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Die Notfallhotline für die Meldung von Wolfshinweisen und Schadensfällen: 0174 6330335

Hier finden Sie weitere Informationen zum schleswig-holsteinischen Wolfsmanagement.


Verantwortlich für diesen Pressetext: Martin Schmidt, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Hamburger Chaussee 25, 24220 Flintbek | Telefon 04347 704-243 | Telefax: 04347 704-702 | E-Mail: martin.schmidt@llur.landsh.de | www.llur.schleswig-holstein.de