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Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

© M. Staudt/grafikfoto.de

Nachweis eines Wolfes im Kreis Pinneberg

Datum 03.08.2016

Wolfssichtung in der Gemeinde Bokholt Wolfssichtung in der Gemeinde Bokholt (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Wolfssichtung in der Gemeinde Bokholt © LLUR

FLINTBEK / BOKHOLT. Bereits am 23. Juli 2016 gelang einem Jäger von seinem Hochsitz aus in der Feldmark der Gemeinde Bokholt im Kreis Pinneberg die Beobachtung eines Wolfes. Das Tier konnte aus einem Maisfeld kommend einige Zeit auf einer Grünlandfläche beobachtet und fotografiert werden. Die Nachweisfotos wurden mit einem Handy durch das Okular eines Fernglases aufgenommen.

Aufnahme einer Wolfssichtung durch das Okular eines Fernglases Aufnahme einer Wolfssichtung durch das Okular eines Fernglases (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Aufnahme einer Wolfssichtung durch das Okular eines Fernglases © LLUR

Am vergangenen Wochenende erhielten Mitarbeiter des schleswig-holsteinischen Wolfsmanagements Kenntnis von dieser Beobachtung und protokollierten die Sichtung im Rahmen des Wolfsmonitorings. Das auf den Fotos dokumentierte Tier wurde zwischenzeitlich durch den für das Land tätigen Wolfsexperten Dr. N. Stier von der TU Dresden begutachtet und zweifelsfrei als Wolf eingestuft. Es handelt sich damit um die mittlerweile 29. Beobachtung eines Wolfes in Schleswig-Holstein.

Nach wie vor gibt es in Schleswig-Holstein keinen Nachweis eines dauerhaft im Lande vorkommenden Wolfes. Es handelt sich vielmehr um Tiere, die sich offenbar nur kurze Zeit bei uns aufhalten – wahrscheinlich auf der Suche nach geeigneten Lebensräumen beziehungsweise einer Partnerin oder einem Partner. Für einen entsprechenden Nachweis müsste ein bestimmter Wolf über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten im Lande nachgewiesen werden. Damit wird Schleswig-Holstein – wie schon in früheren Jahren – von Wölfen lediglich für jeweils relativ kurze Zeiträume "besucht" beziehungsweise auf der Suche nach geeigneten Lebensräumen und Partnern durchwandert.

Anbei auch die aktuelle Karte über die bislang im Land gelungenen Wolfsnachweise – der aktuelle Fund wurde bereits in der Karte vermerkt (Messtischblatt 2224). Die schlechte Qualität der beigefügten Bilder des Tieres erklärt sich aus dem oben geschilderten Umstand, dass der Beobachter diese mit seinem Handy durch das Okular eines Fernglases aufgenommen hat.

Wolfsnachweise in Schleswig-Holstein (Stand: 02.08.2016) (PDF 703KB, Datei ist nicht barrierefrei)


Verantwortlich für diesen Pressetext: Martin Schmidt, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Hamburger Chaussee 25, 24220 Flintbek | Telefon 04347 704-243 | Telefax: 04347 704-702 | E-Mail: martin.schmidt@llur.landsh.de | www.llur.schleswig-holstein.de