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Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

© M. Staudt/grafikfoto.de

LLUR überträgt ehrenamtliche Betreuung für das Naturschutzgebiet "Höftland Bockholmwik und angrenzende Steilküsten" an den Naturschutzverein im Amt Langballig

Datum 16.03.2016

FLINTBEK / LANGBALLIG. Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) hat die naturschutzfachliche Betreuung für das Naturschutzgebiet "Höftland Bockholmwik und angrenzende Steilküsten" auf den Naturschutzverein im Amt Langballig e.V. übertragen.

Betreuungsübertragung; von links nach rechts: Dr. Thomas Holzhüter (LLUR), Dr. Detlef Reise (Naturschutzverein im Amt Langballig), Andrea Kühl (LLUR) und Anna Sopp (untere Naturschutzbehörde des Kreises Schleswig-Flensburg) Betreuungsübertragung "Höftland Bockholmwik und angrenzende Steilküsten" (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Betreuungsübertragung; von links nach rechts: Dr. Thomas Holzhüter (LLUR), Dr. Detlef Reise (Naturschutzverein im Amt Langballig), Andrea Kühl (LLUR) und Anna Sopp (untere Naturschutzbehörde des Kreises Schleswig-Flensburg) © Nils Kobarg (LLUR)

Dr. Detlef Reise, Vorsitzender des Naturschutzvereins im Amt Langballig und Dr. Thomas Holzhüter vom LLUR unterzeichneten am 3. März den Betreuungsvertrag. Er beginnt 2016, gilt zunächst für 3 Jahre und kann jeweils um weitere 6 Jahre verlängert werden. Bei der Unterzeichnung dabei waren auch Nils Kobarg von der Integrierten Station Geltinger Birk, der das Gebiet fachlich betreut, sowie Anna-Lena Sopp von der zuständigen unteren Naturschutzbehörde des Kreises Schleswig-Flensburg. Für den Naturschutzverein im Amt Langballig, der bereits seit 16 Jahren das Naturschutzgebiet "Tal der Langballigau" betreut, wird Heiner Iversen künftig für das neue Naturschutzgebiet als Schutzgebietsreferent eingesetzt.

Das im Dezember letzten Jahres ausgewiesene, 381 Hektar große Naturschutzgebiet "Höftland Bockholmwik und angrenzende Steilküsten" befindet sich entlang der Flensburger Außenförde in den Gemeinden Langballig und Munkbrarup sowie auf dem Gebiet der Stadt Glücksburg. Es repräsentiert ein ostseetypisches und dynamisches Küstenökosystem, wie es in vergleichbarer naturnaher Ausprägung kaum noch in Schleswig-Holstein existiert. Aufgrund seiner biologischen, geologischen und landschaftlichen Vielfalt ist es von herausragender Bedeutung für den Naturschutz.

Von besonderer Bedeutung für das Naturschutzgebiet ist der Erhalt der Strandwalllandschaft, der Flachwasserzone, der Steilküste, der Feuchtwälder und auf der Hochebene angrenzender Waldtypen mit ihren Bachschluchten. Die enorme Biotopvielfalt im Gebiet bietet Lebensraum für viele seltene und teilweise europaweit gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Zugleich hat das Gebiet einen hohen Erholungswert für die Menschen.

Küste Bockholmwik Küste Bockholmwik (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Küste Bockholmwik © Ines Winkelmann (LLUR)

Zu den Aufgaben im Rahmen der Betreuung gehört es, die Öffentlichkeit über das Gebiet zu informieren, die Entwicklungen im Schutzgebiet zu dokumentieren und den Naturschutzbehörden notwendige Maßnahmen vorzuschlagen, sowie diese ggf. nach Genehmigung durch die Naturschutzbehörde auszuführen. Über die geleistete Arbeit wird dem LLUR jährlich Bericht erstattet.

Die Betreuung von Naturschutzgebieten hat bereits eine lange Tradition in Schleswig-Holstein. Seit 2009 überträgt das LLUR die Betreuung auch für Gebiete, die Bestandteil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 sind. Insgesamt werden jetzt 159 Naturschutzgebiete, 44 Natura 2000-Teilgebiete und der Nationalpark "Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer" von 41 Naturschutzvereinen, 4 Einzelpersonen, den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten und der öffentlichen Hand (Kreise, Städte, Gemeinden) sowie der Integrierten Station Eider-Treene-Sorge und Westküste des LLUR betreut.

Nähere Informationen zu den Natura 2000-Gebieten erhalten Sie im Landesportal unter www.natura2000.schleswig-holstein.de

Der Naturschutzverein im Amt Langballig lädt im Frühjahr zu einer Führung ein, um das Gebiet der Öffentlichkeit vorzustellen. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.


Verantwortlich für diesen Pressetext: Martin Schmidt, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Hamburger Chaussee 25, 24220 Flintbek | Telefon 04347 704-243 | Telefax: 04347 704-702 | E-Mail: martin.schmidt@llur.landsh.de | www.llur.schleswig-holstein.de